Medienspiegel

25 Jahre Deutsche Einheit

Von Angela Merkel
„2015 feiern wir ein wunderbares Jubiläum: 25 Jahre Deutsche Einheit. Wir erinnern uns an den Mut derjenigen, die in der DDR mit ihrer friedlichen Revolution die Mauer zu Fall brachten und so den Weg zur Einheit ebneten. Unvergessen bleibt das unvergleichliche Geschick, mit dem Helmut Kohl und seine Regierung die Einheit politisch verwirklichten. Denken wir an 1990, dann denken wir an nicht weniger als an das Ende der Teilung Berlins, Deutschlands, Europas und der Welt in zwei Blöcke. Aber ein „Ende der Geschichte“, wie verschiedentlich proklamiert wurde, war und ist auch in unserem Land mitnichten erreicht.
Wir haben in unserem wiedervereinten Deutschland allen Grund dazu, dankbar dafür zu sein, in Frieden und Freiheit leben zu dürfen. Die allermeisten Folgen der jahrzehntelangen sozialistischen Misswirtschaft haben wir inzwischen bewältigt.
Heute sehen wir uns weiteren großen Herausforderungen gegenüber. Nur wenige Beispiele:
Die Energiewende und die Digitalisierung der Wirtschaft werden uns ebenso über Jahre hinaus beschäftigen wie der demografische Wandel.
Angesichts einer geringer und im Durchschnitt älter werdenden Bevölkerung sind wir vermehrt auf qualifizierte und motivierte Einwanderer angewiesen, um
auch künftig unser hohes Wohlstandsniveau zu erhalten. Wir sollten alle willkommen heißen, die unsere freiheitlichen Werte teilen und mit uns Zukunft gestalten wollen.
Es war nicht gerade wenig, was wir in den vergangenen 25 Jahren geschafft haben. Heute gilt Deutschland als Stabilitätsanker in Europa. Das sollte gerade auch im Jubiläumsjahr 2015 Ansporn sein, uns mit Mut und Kreativität auch neuen Aufgaben zu widmen.“  (Hervorhebung GB)

Kommentar GB:
„Angesichts einer geringer und im Durchschnitt älter werdenden Bevölkerung sind wir vermehrt auf qualifizierte und motivierte Einwanderer angewiesen, um
auch künftig unser hohes Wohlstandsniveau zu erhalten. Wir sollten alle willkommen heißen, die unsere freiheitlichen Werte teilen und mit uns Zukunft gestalten wollen.“
Ernst genommen bedeutet dies, dass die Immigrationspolitik politisch grundsätzlich gewollt war und billigend in Kauf genommen wurde.
Von besonderem Interesse in diesem Zusammenhang ist die Frage, wie es um die erheblichen finanziellen Kürzungen für die Flüchtlinge in den nahöstlichen Lägern, die der Immigrationswelle vorausgingen, eigentlich steht:
Wer hat damals aus welchen Gründen wie gehandelt?
Was hat die Bundesregierung getan (oder unterlassen)?
War nicht klar, was die Folge sein würde?
Oder sollte die Immigration die Folge sein?