Medienspiegel

Diskriminierung? Saarland – Landtag einstimmig gegen Blutspendeverbot für Schwule und Bi-Männer

„Von CDU bis Linke forderten am Mittwoch alle Fraktionen, dass „homosexuelle Männer nicht weiter unter Generalverdacht gestellt werden“. „

„Ein beeindruckendes Signal gegen Diskriminierung aus dem Saarland: Die Landesregierung soll sich dafür einsetzen, dass das bestehende Blutspendeverbot für homo- und bisexuelle Männer aufgehoben wird. Dies beschloss der Landtag am Mittwochmittag einstimmig nach einer sehr sachlichen Diskussion. Die Fraktionen von CDU, SPD, Linken und Grünen hatten sich zuvor einem entsprechenden Antrag der Piraten (PDF) angeschlossen.“

http://www.queer.de/detail.php?article_id=25433

http://www.landtag-saar.de/Dokumente/Drucksachen/Ag15_1655-NEU.pdf

Kommentar GB:

Empfänger von gespendetem Blut haben ein Recht darauf, dass alle Risiken, die ausgeschaltet werden können, tatsächlich ausgeschaltet worden sind. Denn alle Menschen haben ein Recht auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit.

Und Mediziner wie Verwaltungsleute haben m. E. die juristische Pflicht sicherzustellen, dass dieses Recht der Patienten strikt gewahrt bleibt. Und wenn es im statistischen Sinne Risikogruppen gibt, was eine rein empirische Frage ist, dann ist das eben so, und dann muß das entsprechend berücksichtigt werden. Andernfalls würden die handelnden Mediziner sich strafbar machen und könnten wegen Schadensersatz verklagt werden.

Darum geht es, und nicht um eine angebliche Diskriminierung, eine in diesem Zusammenhang sowieso völlig lächerliche Wortwahl.