Medienspiegel

Merkel: Schließung der Grenzen bedeutet Ende des Euro

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Angela Merkel vertritt die Auffassung, dass der Euro nur mit offenen Grenzen in Europa Bestand haben werde. Immerhin: Merkel denkt offenbar auch über einen Plan B nach, wenn es nicht gelingt, die EU-Außengrenzen zu schützen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/12/merkel-schliessung-der-grenzen-bedeutet-ende-des-euro/

Kommentar GB:

Eine m. E. unabweisbar, zwingend notwendige Schließung der Grenzen – ganz außen oder innen – hätte sicherlich negative ökonomische Efekte, aber es ist nicht zu sehen, weshalb dadurch der EURO als Währung unmittelbar gefährdet wäre. Die Profitraten würden leiden, weil die Zirkulationszeit des Kapitals verlängert würde.

Dass sich die Einführung des EURO nicht mit der wettbewerbsgetriebenen Export-Basis-Politik mit ihren nachhaltig massiven Außenwirtschaftsungleichgewichten (Exportweltmeister“) vertragen würde, das war von Anfang an klar. Und es gab von Anfang an fachlich kompetente Einwände, nur wurden sie politisch überspielt. Ein schwerer Fehler, wie sich längst gezeigt hat, ein Fehler, der durch die deutsche (und anderen auferlegte) Austeritätspolitik noch erheblich verschlimmert worden ist.

Die Polen schauen nach Südeuropa und wissen sogleich, warum sie den EURO nicht wollen, und sie schauen nach Frankreich, England, Belgien, Schweden und Deutschland, und schon wissen sie, warum sie die muslimische Immigration nicht wollen.

Sie lernen aus der (in diesem Fall schlechten) Erfahrung anderer, und das zumindest spricht für sie.