Medienspiegel

Commerzbank sucht Chefin: Wo bleiben die Frauen?

Für die Nachfolge von Martin Blessing an der Spitze der Commerzbank wünscht man sich eine Frau. Die Suche nach einer Chefin gestaltet sich aber schwierig. Sehr schwierig sogar.

„Es finden sich ausschließlich Männer auf dieser Liste. Das war anders gedacht. Müller, ein bekennender Frauenförderer, hätte gerne eine weibliche Bank-Chefin gehabt: Die erste deutsche Großbank mit einer Frau an der Spitze – das macht was her, zeitgeistmäßig läge die Commerzbank damit ganz weit vorne.

Allein, es hat sich niemand gefunden. Die Suche nach einer Frau, obschon unterstützt von Headhuntern, war vergebens. Jetzt hat die Bank sie endgültig eingestellt. Der nächste Chef wird ein Mann. Leider nichts zu machen, so ist aus dem Umfeld des Aufsichtsrates zu hören. Der Pool an Kandidatinnen sei überschaubar, um nicht zu sagen: leer.“

27.02.2016, von Georg Meck

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/commerzbank-vorstand-wo-bleiben-die-frauen-14094219.html

von: http://genderama.blogspot.de/2016/02/vermischtes-vom-29-februar-2016.html

Kommentar GB:

Tja, das Realitätsprinzip meldet sich auch hier energisch zu Wort und erweist Illusionen als solche. –

Doppelte Weiblichkeit: „Müller, ein bekennender Frauenförderer, hätte gerne eine weibliche Bank-Chefin gehabt“.

Als ob eine Bank-Chefin nicht immer weiblich wäre.

Oder gibt es auch männliche Bank-Chefinnen?

Wer weiß, in Zeiten des Gender-Wahns ist anscheinend alles möglich…

Genauso falsch gedoppelt: Frau Bundeskanzlerin Merkel, statt Frau Bundeskanzler Merkel.

Das läßt sich steigern, z. B. – fiktiv – so:

Frau Professorin Doktorin Diplom-Ökotrophologin Susi Behr.

Ist mir so schon begegnet, in Österreich.

http://cuncti.net/geschlechterdebatte/913-wie-gendern-unsere-sprache-verhunzt