Medienspiegel

Gewalt gegen Frauen hat mit Gewalt gegen Jungen zu tun

von FOCUS-Autor

Ein psychoanalytischer Zwischenruf von Matthias Franz. Das muslimische Beschneidungsritual ist ein aggressiver Eingriff in die sexuelle Integrität von Kindern. Macht es Muslime später zu Machos?

http://www.focus.de/magazin/archiv/politik-und-gesellschaft-gewalt-gegen-frauen-hat-mit-gewalt-gegen-jungen-zu-tun_id_5262514.html

von: http://genderama.blogspot.de/2016/02/vermischtes-vom-15-februar-2016.html

Kommentar GB:

Aus meiner Sicht ist die Beschneidung – von Jungen wie von Mädchen – ein ebenso archaisches wie schädliches Ritual.

Es sollte möglichst schnell, weltweit und für immer abgeschafft werden.

Zum Thema familiärer Gewalt sei hier mit Empfehlung hingewiesen auf:

– Ein bahnbrechendes   Standardwerk aus den USA jetzt in deutscher Fassung –

„Anders als vor vierzig Jahren wird Gewalttätigkeit in Partnerschaften und Familien heutzutage als ein Problem von großer gesellschaftlicher Tragweite anerkannt. Den Anstoß dazu hat im Wesentlichen die Frauenbewegung gegeben. Seit mehr als zwei Jahrzehnten wird deshalb nach Mitteln und Wegen gesucht Gewalthandlungen einzudämmen. Sie gänzlich beseitigen zu wollen, ist hingegen unrealistisch. Aber nur gründliche Kenntnisse über die Bedingungen, die sich in Familien zu gewalttätigen Handlungen verdichten können, tragen dazu bei, Gewaltepisoden zu verhindern und den Weg zu einer sprachvermittelten Klärung zu finden“.

Mit dieser Einleitung beginnt Professor Gerhard Amendt sein Vorwort zu der deutschen Fassung des revolutionären Standardwerks  aus den USA. Der deutsche Titel lautet:

Familiäre Gewalt im Fokus. Fakten – Behandlungsmodelle – Prävention

Die amerikanische Fassung wurde herausgegeben von dem renommierten Gewalt-Experten John Hamel und der Psychologie-Professorin Tonia L. Nicholls – ohne Frage ein Meilenstein in der Fachliteratur zur Gewaltliteratur. Hier zum Inhaltsverzeichnis: /1/. Das Handbuch ist 744 Seiten stark (€ 39.90). Es umfasst 28 Beiträge von Experten aus allen Bereichen häuslicher und partnerschaftlicher  Gewalt, vor allem auch über Gewaltauswirkungen auf Kinder, die Zeuge elterlicher  Gewalt werden. Eine Ebook-Version ist ebenfalls verfügbar (€19.90).

Wandel der Gewaltdebatte

Unbemerkt von einem Großteil der Öffentlichkeit, sei die bisherige Gewaltdebatte,  so Amendt „ von Schuldzuweisung und nicht um das Verstehen von Ursachen bemüht, mit dem der Wiederholung entgegengewirkt werden kann. (…) Das Buch ist ein Beitrag zu einer Wende in der Gewaltdebatte, nämlich einer Wende von der politisch-ideologisch motivierten Parteilichkeit hin zu einer wissenschaftlich begründeten Hilfe.“   (…)

http://agensev.de/content/gerhard-amendt-famili%C3%A4re-gewalt-im-fokus