Niedersachsen: Russland-Sanktionen haben nichts gebracht

Der Ministerpräsident von Niedersachsen, Stephan Weil, hält die Sanktionen gegen Russland für gescheitert. An gute Beziehungen zwischen Russland und Deutschland führe in Europa kein Weg vorbei.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/17/niedersachsen-russland-sanktionen-haben-nichts-gebracht/

Kommentar GB:

Die gefährliche Konfrontation mit Rußland ist m E. Ergebnis US-amerikanischer Strategie, die an zwei Sachverhalten erkennbar wird: erstens an der Ukraine-Politik der USA  und zweitens die NATO-Politik in Osteuropa; siehe hierzu die Berichte in den „Nachdenkseiten“:

http://www.nachdenkseiten.de/

Die EU hätte friedens-, wirtschafts- und kulturpolitisch sehr gute Gründe dafür, ein gutes und tendenziell enger werdendes Verhältnis zu Rußland zu entwickeln, anstatt sich von der US-NATO-Strategie in die entgegengesetzte Richtung treiben zu lassen. Es sagt viel über den Zustand der EU, dass es den USA gelungen ist, ihre außenpolitische Strategie gegen die gesamten ökonomischen Interessen der EU durchzusetzen. Deutlich erkennbar ist auch, dass in diesem Konflikt Menschenrechtsfragen in der Ukraine und in Rußland zum Mittel der über die Massenmedien verbreiteten Propaganda geworden sind.

Die USA haben ihrerseits kein Interesse an solchen guten Beziehungen zwischen der EU und Rußland, weil ihre relative Machtposition im Weltsystem dadurch geschwächt werden würde.