Medienspiegel

Razzia in Bremen Innensenator verbietet Salafistenverein

Veröffentlicht

„Razzia in Bremens Salafisten-Szene: Die Polizei hat am Dienstag zahlreiche Wohnungen in der Hansestadt durchsucht. Hintergrund ist eine von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) erlassene Anordnung, mit der der „Islamischen Förderverein Bremen e.V.“ verboten wurde.“

„Dabei handele es sich um den Nachfolgeverein des bereits im Dezember 2014 verbotenen salafistischen Kultur- und Familienvereins (KuF), wie Mäurers Sprecherin Rose Gerdts-Schiffler auf Anfrage bestätigte. Weitere Details nannte sie nicht.“  (….)

„Die Bremer Islamisten-Szene war bereits im Februar 2015 in den Schlagzeilen, als die Behörden einen massiven Anti-Terroreinsatz in der Hansestadt fuhren. Allerdings hatte sich damals der Terror-Verdacht nicht bestätigt. Eine Durchsuchung des Islamischen Kulturzentrums (IKZ) wurde später vom Bremer Landgericht als rechtswidrig eingestuft.

Der Salafismus ist eine rückwärtsgewandte, extrem konservative islamistische Strömung. Seine Anhänger beziehen sich in ihrem Handeln ausschließlich auf den Koran und sehen sich als Verfechter eines unverfälschten und ursprünglichen Islams. Reformen und jede Form von Modernisierung lehnen sie ab. Der Salafismus hat auch einen ausgeprägten Drang zur Missionierung. Der salafistischen Szene in Bremen werden rund 360 Anhänger zugeordnet.“ –

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadtreport_artikel,-Innensenator-verbietet-Salafistenverein-_arid,1314456.html

Kommentar GB:

Eine der gängigen relativistischen Behauptungen lautet:

Den Islam (oder den Feminismus) gibt es nicht!“

Doch, den Islam gibt es. Im Falle des Islam gibt trotz aller internen Spaltungen und Differenzierungen eine einheitliche Quelle, nämlich den Koran (etc.). Eine historisierende Interpretation des Koran ähnlich der neuzeitlichen Bibelkritik in Europa gibt es m. W. entweder gar nicht oder aber nur in bisher wirkungslosen Nischen. Der Islam befindet sich im Zustand der Voraufklärung, also des Dogmatismus, und daraus folgt wie im seinerzeitigen christlichen Europa unmittelbar die Gewalt als Mittel der Religionspolitik. Im Djihad findet sie ihren Ausdruck.