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Sexualität in Ägypten

„Sexuelle Gewalt ist ein Symbol der Krise, sagt Wissenschaftlerin Miral al-Tahawy. Die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht und im arabischen Frühling waren kein Zufall – sondern Symptom einer kranken Gesellschaft.“  –

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/frauenrechte-und-islam-sexuelle-gewalt-als-symbol-der-krise-a-1075021.html

Die islamischen Gesellschaften sind vormodern, und sie können sich nicht modernisieren, weil ihnen der vormoderne Islam (Koran, etc.) den Weg versperrt. Die Modernisierung der islamischen Welt setzte voraus, dass mindestens dieser jeden soziokulturellen Fortschritt blockierende Islam wie auch immer neutralisiert würde. Das aber ist nirgendwo in Sicht, ganz im Gegenteil, wie die Parole der Muslimbrüder zeigt, wonach der Islam die Lösung sei, und zwar für alle Probleme nicht nur der islamischen, sondern der ganzen Welt!

Vielmehr trifft das Gegenteil zu: Der Islam ist nicht die Lösung, sondern er selbst ist das Problem. Er ist ein archaischer Irrationalismus mit einer ebenso archaischen Sozialdoktrin, die deutlich erkennbar klerikalfaschistische Züge trägt und den heute neoliberal geprägten Kapitalismus politisch von rechts angreift: mittels eines globalen Djihad, der als asymmetrischer Konflikt konzipiert worden ist, m. W. bereits von Bin Laden, des Saudis, dessen Saat zunehmend aufgeht. Seltsamerweise meinen hierzulande angebliche Linke, dieses sei es, was sie,  als Xenophile und Islamophile, voranbringen müßten, und das ist einfach nur noch irre.

Ein Neutralisierungsversuch des Islam wurde im 20. Jahrhundert von Kemal Pascha „Atatürk“ unternommen. Erdogan sieht sich offensichtlich weniger in seiner Nachfolge, sondern eher in der der osmanischen Sultane, denn seine AKP ist eine islamische Partei und der Stärkung des Islam verpflichtet. Aus der Perspektive Atatürks ist das eine reaktionäre Politik. Sie bietet die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für die Annäherung der Türkei an die EU.

Eine Migliedschaft verbietet sich sowieso von selbst, nicht obwohl, sondern gerade weil der türkische Regierungschef den Europäern mitten in der Immigrationskrise, die von türkischem Boden ausgeht, lächelnd und drohend zugleich darlegt, dass die Türkei aus türkischer Sicht „selbstverständlich“ ein „europäisches“ Land sei, und dass sie deshalb EU-Mitglied werden wolle!

Das nun sehen sicher nicht alle so.