Medienspiegel

Wie die Vorsitzende Kipping die Lage sieht

Von Katja Kipping

„Wenn eine CDU-Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik nach links rückt, müsste das die linke Opposition eigentlich freuen. Aber tut sie das wirklich?

In einem Gastbeitrag sagt Linken-Chefin Katja Kipping, wie sie’s mit Angela Merkel hält.“

http://www.cicero.de/berliner-republik/katja-kipping-ueber-merkels-fluechtlingspolitik-was-tun-damit-wir-es-wirklich

Kommentar GB:

Ich habe nicht den Eindruck, dass Frau Kipping die Problematik der Immigration, ihre Ursachen,  Wirkungen und Gefährdungen überhaupt verstanden hätte, nicht einmal in Ansätzen. Jedenfalls taucht in dem Artikel nur die „Solidarität mit den Geflüchteten“ auf, aber diese wird überhaupt nicht begründet. Und ihre Kritik an der Austeritätspolitik ist zwar berechtigt, gehört aber nicht zum Thema.

Zwei Einwände: erstens haben all diejenigen, die bereits bisher ohne Arbeit oder schlecht bezahlt ihre Existenz fristen, allen Grund, die Immigranten zumindest mit Skepsis zu betrachten, zweitens ist es angesichts der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse völlig lächerlich, den Eindruck zu erwecken, die Besitzbürger könnten stärker als bisher besteuert werden. Das glaubt Kipping doch selbst nicht.

Drohte den Besitzbürgern aber tatsächlich wegen der Immigration eine höhere Besteuerung, dann würde diese in kürzester Zeit rigoros gestoppt werden. Überhaupt: wessen Interessen vertritt Frau Kipping und ihre Partei eigentlich? Sind es die oben genannten Menschen, die sich teils mit Mindestlöhnen, Leerflaschensammeln und Mehrfachjobs durchschlagen müssen, oder sind es die muslimischen Immigranten, die Milliardenkosten im zweistelligen Bereich ausgelöst haben, die von den hiesigen Mittelschichten bezahlt werden müssen?

Wenn die mittleren Schichten werden zahlen müssen, und wenn die unteren Schichten Nachteile durch stärkere Konkurrenz auf dem Arbeits- und dem Wohnungsmarkt haben werden, während die Oberschicht  weiterhin reicher wird, wessen Interessen vertritt denn dann, wer immer für Immigration eintritt? Die Antwort ist einfach: die Interessen der Oberschicht. Und das rhetorische Gerede von der „Solidarität mit den Geflüchteten“ lenkt genau hiervon nur ab.

Wer wählt eigentlich die LINKE? Die Muslime? Die Oberschicht? Wohl kaum, aber beide hätten jedenfalls Grund dazu…

Ich frage mich: was denken sich Leute wie Kipping eigentlich dabei? Was?

Gibt es in der Führung der LINKEN denn niemanden, der analysieren kann?

Hier eine Rezension zum Buch von Katja Kipping:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=31407#more-31407

http://www.westendverlag.de/buecher-themen/programm/wer-fluechtet-schon-freiwillig-katja-kipping.html