Zuwanderungsbedarf aus Drittstaaten in Deutschland bis 2050

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

„Szenarien für ein konstantes Erwerbspersonenpotenzial – unter Berücksichtigung der zukünftigen inländischen Erwerbsbeteiligung und der EU-Binnenmobilität.

Der Arbeitsmarkt braucht künftig mehr Einwanderung aus Nicht-EU-Staaten, um das Erwerbspersonenpotenzial konstant zu halten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Experten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg.“ (Hervorhebung GB)

Zur Publikation:

http://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/zuwanderungsbedarf-aus-drittstaaten-in-deutschland-bis-2050/

http://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_IB_Zuwanderungsbedarf_aus_Drittstaaten_in_Deutschland_bis_2050_2015.pdf

Kommentar GB:

Die Politik des Kapitals, die die Regierung insgesamt sowie die SPD-Führung wie schon unter Schröder ganz selbstverständlich ausführt, will also Immigration, weil sie verhindern will, dass sich die Ware Arbeitskraft verknappen könnte, was – unter sonst gleichen Umständen – eine Tendenz zu steigenden Löhnen zur Folge hätte.

Die Wirtschaft sieht in den Immigranten nichts als potenzielle Arbeitskräfte, an denen die Wirtschaft Geld verdienen kann. Daher ist noch ihre Qualifikation von Interesse und die Frage, ob und wie zügig sie am Arbeitsmarkt eingegliedert werden können. Hintergrund ist die demographische Entwicklung einschließlich der viel zu niedrigen Geburtenrate in Deutschland und Europa, für die es Gründe gibt, über die aber nicht gesprochen wird oder gesprochen werden darf.

Von allen sonstigen Aspekten wird anscheinend abstrahiert.

Und das ist ein schwerer  gesellschaftspolitischer Fehler. Denn es ist weder unbedeutend, wieviele Menschen immigrieren, noch ist es unwichtig, wer eigentlich kommt.

Eine Masseneinwanderung aus islamischen Ländern zeitigt sehr hohe Kosten bei zweifelhaftem Nutzen, und sie birgt sehr erhebliches gesellschaftliches Konfliktpotenzial; alle europäischen Erfahrungen belegen das.

Die These, die Regierung und die Regierungsparteien CDU und SPD (nicht die CSU) würden die illegale Massenimmigration billigend in Kauf nehmen, weil das Kapital („die Wirtschaft“) trotz bestehender Arbeitslosigkeit in Europa ein Interesse an zusätzlichen Arbeitskräften hat, um das Lohnniveau niedrig zu halten oder abzusenken, diese These hat offenbar einiges für sich. Haben sich eigentlich die Gewerkschaften hierzu geäußert?

Man kann daran deutlich erkennen, dass eine solche Immigrationspolitik eine rechte Politik ist, aber die Partei die LINKE merkt das nicht einmal, weil sie sich naiv vom propagandistischen Flüchtlingsidealismus überwältigen läßt, anstatt nüchtern die bestehenden Interessenlagen zu analysieren. Aber versteht Frau Kipping, was ich meine?

Kurioserweise sind es derzeit sogenannte rechtspopulistische Parteien in Europa, die sich dem entgegenstellen, also objektiv (wenn auch nicht subjektiv) eine linke Politik machen, nicht Sozialdemokraten und anscheinend auch nicht die Gewerkschaften, denen eine feministische Gleichstellungspolitik wichtiger zu sein scheint als das Lohnniveau der Volkswirtschaft.

Diese ehemaligen Arbeiterbewegungs-Institutionen bilden sich heute bestenfalls ein, sie machten eine linke Politik, während sie objektiv eine rechte Politik machen. Die TTIP-Verhandlungen im Interesse des US-Kapitals belegen das deutlich genug: verkehrte Welt.