Medienspiegel

Der Deal von Brüssel und der erzwungene EU-Beitritt der Türkei in spe

Von Bettina Röhl

„Die Türkei, die über substaatliche Organisationen in Deutschland schon fleißig mitregiert, drängt mit Macht in die EU und bietet Merkel & Co. einen faulen Kuhhandel an. Merkel verkauft das Ganze als Erfolg.“

„Die große Zuwanderung, gern irreführend “Flüchtlingskrise” genannt, und der nun vorvereinbarte (?) und anvisierte Beitritt der Erdogan-Türkei zur EU haben miteinander so wenig zu tun wie irgendetwas. Trotzdem hat es die Türkei jetzt mit minimalsten Scheinzugeständnissen geschafft, der skeptischen und im Prinzip ablehnenden EU ein ziemlich finales Beitrittsszenario ihres Landes aufzuzwingen.

Mit dem absolut widersinnigen und falschen Spruch, der zum Mantra der europäischen Politik geworden ist, dass die Erdogan-Türkei ein geopolitisch unersetzlich wichtiges Land für die Nato, für die EU, für die europäische Politik, für die europäische Wirtschaft und sonst überhaupt alles, was sich denken lässt, wäre, hat die EU es der Türkei extrem leicht gemacht ihren Beitrittspoker, ohne große Kunststücke vollbringen zu müssen, durchzuziehen.

Europa und der Westen brauchen die Türkei nicht. Für gar nichts. Dabei wird völlig verkannt: Die Erdogan-Türkei braucht vielleicht Europa und den Westen, aber Europa und der Westen brauchen die Türkei nicht. Für gar nichts.“ (…)

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