Medienspiegel

Die deutsche „Angstrepublik“ und das Ende der diktierten Willkommenskultur

Veröffentlicht

Hartmut Krauss

„Nach den kriminellen Exzessen in der Silvesternacht und den vermehrten islamistischen Terroranschlägen und -warnungen tritt der politisch-ideologische Bürgerkrieg um Islam und Massenzuwanderung in eine neue Phase. Zugleich erodiert die Hegemonie des multikulturalistischen Neoliberalismus.“

(…) „Dem unter der Regie der etablierten Parteien stehenden Rechtsstaat wird zum einen nicht mehr zugetraut, die Sicherheit der  Bürger und die gesellschaftliche Ordnung ausreichend zu schützen. Zum anderen erkennen immer mehr Menschen, dass die normative Architektur des deutschen Rechts- und Sicherheitssystems den neuen Herausforderungen nicht mehr gerecht wird und eine umfassende Gesetzesreform erforderlich ist, um die Ausbreitung der erzreaktionären Herrschaftskultur des Islam in Deutschland zurückzudrängen und auszuschalten.

http://www.gam-online.de/Bilder/S%C3%A4kulare%20Lebensordnung-Programm.pdf

Ist die Besorgnis der Bevölkerung angesichts der konkreten Gegebenheiten durchaus nachvollziehbar, so zeigt die Furcht des politisch-medialen Machtblocks ein ganz anderes Gesicht. Dessen Akteure treibt die Angst um, dass sich der Wind jetzt in die richtige, aber für sie blamierende Richtung dreht, dass ihr dogmatisches Lügengebäude der pauschalen Rechtsstigmatisierung von islam- und zuwanderungskritischen Einstellungen nicht nur nicht mehr greift, sondern auf empörte Ablehnung stößt.

Dabei basiert die Rationalität und Legitimität dieser Empörung auf folgendem Grundsachverhalt: Der Islam verkörpert selbst eine extrem reaktionäre, autoritäre, repressive und gewaltlegitimierende Weltanschauung bzw. religiöse Herrenmenschenideologie. Ungläubige und Frauen werden als minderwertige Wesen definiert und behandelt; statt Weltanschauungsfreiheit wird Lossagung vom Islam drakonisch bestraft; jede Abweichung vom islamisch-patriarchalischen Geschlechterdiskurs wird blutig unterdrückt; insgesamt wird eine mittelalterliche Rechtsauffassung und Sozialmoral fixiert und göttlich überhöht; das Ganze wirkt dann als sich erweitert reproduzierendes Sozialisationssystem, aus dem massenhaft dementsprechend zugerichtete Individuen hervorgehen etc.

Kurzum: Der Islam selbst, seine undistanzierten Träger und Unterstützer in Politik und Medien bilden die eigentliche bzw. hauptsächliche „rechte Gefahr“. Und: In Wahrheit ist die bislang vorherrschende ideologische Verteidigung des Islam auch nichts anderes als eine besondere Form von „grünem Rechtspopulismus“.

Was wir in „Feindbild Islamkritik“ (2010) ausgeführt haben und ich bereits in einem Interview 2008 gesagt habe, gilt nach wie vor uneingeschränkt:

„Frage: Ist es unter diesen ‚postmodernen‘ Bedingungen überhaupt noch sinnvoll, die klassische Unterscheidung zwischen rechts und links beizubehalten?

Hartmut Krauss: Im Hinblick auf aktuelle politische Konstellationen wie zum Beispiel den Islamkomplex halte ich diese klassische Unterscheidung tatsächlich für viel zu simpel und deshalb desorientierend. Der Islam ist in seiner orthodoxen Kerngestalt normative Grundlage einer vormodernen repressiven Herrschaftskultur. Ihn zu verteidigen ist aus einer herrschaftskritisch-emanzipatorischen Perspektive eindeutig ‚rechts‘. Auch dann, wenn Islamverteidiger auf den Plan treten, die sich selbst als ‚links‘ etikettieren und es Islamkritiker gibt, die den Islam von der Position einer unkritischen Verteidigung des ‚christlichen Abendlandes‘ ausgehend ablehnen.

Kritik am Islam als ‚rassistisch‘ zu bezeichnen ist wiederum schon insofern verfehlt, als dass ‚islamisch Sein‘ weder ein biologisches noch ein ethnisches Merkmal ist, sondern ein überethnisches weltanschaulich-normatives Gesinnungsmerkmal, das auch auf zum Beispiel deutschstämmige Konvertiten zutrifft. Auch ‚Fremdenfeindlichkeit‘ passt hier nicht, da nicht das schlichte ‚Fremd-‚ oder ‚Anderssein‘ an sich als Stein des Anstoßes fungiert, sondern der Grund der Kritik eine gravierende, rational begründ- und kommunizierbare Normen- und Wertedifferenz ist. Der Islam wird aufgrund seiner Behauptungen, grundrechtswidrigen Normen, Ansprüche, Repressionspraktiken etc. abgelehnt. Auch die große Zahl von islamistischen Terroranschlägen im Namen Allahs oder aber die Vielzahl von Ehrenmorden sind natürlich als reale Auslöser von Ablehnungsreaktionen von ganz anderer Qualität als sagen wir mal die gefälschten Protokolle der Weisen von Zion.

Andererseits gibt es unter denjenigen Deutschen, die außer anderen Nichtdeutschen auch Muslimen feindlich begegnen, Rassisten und Fremdenfeinde. Aber diese Ablehnung hat dann nichts mit deren zufälliger Islamgläubigkeit zu tun, sondern lediglich mit deren Merkmal, ‚nichtdeutsch‘ zu sein. Die Träger dieser fremdenfeindlichen, aber nicht islamkritischen Gesinnung würden auch Ex-Muslime und islamkritische Oppositionelle aus islamisch geprägten Ländern angreifen.“[3]“ (…)

http://www.hintergrund-verlag.de/texte-kapitalismus-krauss-die-deutsche-angstrepublik-und-das-ende-der-diktierten-willkommenskultur.html