Entwurf des Grundsatzprogramms – Jetzt offiziell: AfD will Kinder vor Lesben und Schwulen schützen

In seiner Homo- und Transfeindlichkeit unterscheidet sich der offizielle Programmentwurf der Rechtspopulisten kaum von der zuvor geleakten Fassung.

Von Micha Schulze

Noch vor einer Woche behauptete Alice Weidel, Mitglied in Bundesvorstand und Programmkommission der AfD, bei Sandra Maischberger, den zuvor geleakten Entwurf des Grundsatzprogramms der Rechtspopulisten gar nicht zu kennen. Nun hat die Partei am Mittwoch den offiziellen Entwurf (PDF) veröffentlicht. Und siehe da: Die Forderungen und Formulierungen gegen LGBT-Rechte sind weitgehend identisch.

Lediglich klitzekleine Entschärfungen wurden vorgenommen. So warnt das neue Papier statt vor der „Propagierung“ der Homo- und Transsexualität im Schulunterricht nun vor einer „einseitigen Hervorhebung“. Unverändert heißt es jedoch weiter: „Das traditionelle Familienbild darf dadurch nicht zerstört werden. Unsere Kinder dürfen in der Schule nicht zum Spielball der sexuellen Neigungen einer lauten Minderheit werden.“ (…)

http://www.queer.de/detail.php?article_id=25830

und

„BERLIN dpa | Die AfD wirbt für eine neue Asylpolitik, eine Volksabstimmung über den Euro, die Rückkehr zur Wehrpflicht und ein traditionelles Familienbild. Das geht aus dem 74-seitigen Entwurf eines Grundsatzprogramms hervor, der am Donnerstag von der Partei veröffentlicht wurde. Die AfD-Mitglieder können nun Änderungsanträge einbringen, ehe ein Parteitag am 30. April über den Leitantrag der Programmkommission abstimmt.“

http://www.taz.de/Entwurf-fuer-AfD-Programm/!5290716/