FDP-Comeback

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Langsam, aber sicher geht es wieder aufwärts für die Liberalen. Nach dem guten Abschneiden bei den Landtagswahlen sind sogar Regierungsbeteiligungen möglich. FDP-Chef Lindner ordnet alles einem großen Projekt unter.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-christian-lindner-tritt-als-spitzenkandidat-in-nrw-an-a-1082461.html

Kommentar GB:

Die FDP hatte sich in der Vergangenheit ihr miserables Image durch ihr Verhalten, das beobachtet und bewertet werden konnte und das bewertet worden ist, redlich erworben. Dennoch verdient die Partei eine neue Chance, sofern sie praktisch nachweist, dass sie aus ihren Fehlern gelernt hat. Hierfür steht, zumindest dem Anspruch und der Haltung nach, Christan Lindner.

Da es zum nach wie vor wichtigen Thema Liberalismus ganze Bibliotheken gibt, und da der Liberalismus trotz aller berechtigten Kritik an ihm doch auch auf sehr bedeutende Vorzüge hinweisen kann, sollte sich daraus mit etwas Verstand doch etwas machen lassen. Allerdings muß das alles auch dargestellt und erklärt werden, was aber keine unlösbare Aufgabe ist. Schwerer ist es, wieder Glaubwürdigkeit zu erarbeiten, die es ohne Prinzipientreue nicht geben kann, und dann muß Vertrauen beim Wähler aufgebaut werden, indem Reden und Handeln zur Deckung gebracht werden. Und es darf keinesfalls noch einmal der nahezu vernichtende Eindruck entstehen, dass die Partei oder ihre Funktionäre sich gerne einkaufen ließen, oder dass es ihnen immer nur darum ginge, kurzfristige Vorteile aller Art herauszuschlagen, wozu allerdings auch andere durchaus neigen.

Die FDP wird nicht als Krämerpartei, sondern als intellektuell-liberale Partei benötigt, als solche sogar sehr dringend, nämlich als Gegengewicht zu der abstoßenden und unmündig machenden Illiberalität der Grünen.