Feminismus: Diskriminierung ohne Diskriminierte

(…) Beschränken wir die weitere Befassung mit dieser Frauenstrecke auf eine Meinungsumfrage, die der „Standard“ selbst in Auftrag gegeben hat. Diese scheint auf den ersten Blick eine arge Frauendiskriminierung zu bestätigen: 58 Prozent der Frauen sagen der Umfrage zufolge, dass die Männer mehr Chancen haben, „gerecht behandelt zu werden“. Und nur 2 Prozent sehen Vorteile für die Frauen. So weit, so eindeutig auf der Linie der ständigen feministischen Klagen durch „Standard“, ORF, Falter & Co.

Die jungen und alten Frauen werden offenbar nicht diskriminiert

Interessanterweise wird aber das Bild total anders, sobald die Meinungsforscher von „market“ danach fragen, wie es bei den jungen Menschen, den rund Zwanzigjährigen ausschaut: Bei dieser Altersgruppe sehen plötzlich nur noch 27 Prozent aller Frauen eine Frauendiskriminierung. Also nicht einmal die Hälfte derer, die ohne Altershinweis eine Diskriminierung sehen. Und 14 Prozent sehen sogar mehr Vorteile für die Frauen als für die Männer.

Der Grund für diese radikale Meinungsänderung sind zweifellos die Erfahrungen mit immer mehr Männerdiskriminierungen, die zur Objektivität bereite Frauen durchaus sehen. Besonders Mütter von Söhnen müssen sie auch bei Schule und Berufswahl miterleben:

  • durch leistungsfeindliche Quoten, die zur Diskriminierung von eigentlich für einen konkreten Job besser geeigneten Männern führen;
  • durch viele einseitige Frauenförderungsprogramme aus Steuergeldern;
  • durch die vielen auf Kosten der Steuerzahler oder der Wirtschaft lebenden Frauenbeauftragten;
  • durch die feministische Universitäts-Umformung mit zahllosen Jobs für einschlägige Aktivistinnen;
  • durch die offensichtlich ungleiche Behandlung bei den Schulnoten (Mädchen bekommen weit bessere Zensuren, während die männlichen Schüler nur bei objektivierten Tests Oberwasser bekommen) usw.

Ebenfalls erstaunlich: Ganz ähnliche Werte finden sich, sobald nach den älteren Menschen ab etwa 60 gefragt wird. Auch da sehen 28 Prozent (wieder: aller befragten Altersstufen) Vorteile für Männer und 15 Prozent Vorteile für Frauen.

In diesem Teil der Antworten versteckt sich mit Sicherheit vor allem das frühere Pensionsantrittsalter von Frauen.“ (…)

 

http://www.andreas-unterberger.at/2016/03/feminismus-diskriminierung-ohne-diskriminierte/