Medienspiegel

Forderung der Berliner AfD Generelles Kopftuchverbot: „Das ist Schwachsinn“

„Die Forderung der Berliner AfD nach einem Kopftuchverbot für Schülerinnen und Studentinnen löst Kopfschütteln aus. Die Rechtslage nämlich ist eindeutig.“

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„Eine Kita-Pflicht würde es in Berlin nicht geben, wenn die Alternative für Deutschland die Macht in der Hauptstadt übernähme. Die Delegierten des Berliner AfD-Parteitags am Sonntag nahmen eine entsprechende Forderung nicht in ihr Programm für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September auf; die Landesvorsitzende Beatrix von Storch hatte vehement den Verzicht gefordert. Die Forderung nach generellem Kopftuchverbot an Schulen und Universitäten fand hingegen eine breite Mehrheit.Eindeutig waren die Reaktionen am Tag danach. „Jeder Schüler und jede Schülerin in Deutschland hat das Recht auf freie Ausübung der Religion. Kopftuchverbote sind deshalb rechtswidrig“, sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, dem Tagesspiegel.

Das wisse die AfD sehr wohl, meinte Marcel Lewandowsky, Populismus-Experte an der Universität der Bundeswehr Hamburg: „Diese Forderungen gehören ja zum Wirkmechanismus solcher Parteien. Rechtspopulismus funktioniert durch Tabubruch: eine möglichst radikale politische Losung, die direkt an fremdenfeindliche Ressentiments anknüpft. Solche Tabubrüche, wie der Einsatz von Schusswaffen an der EU-Außengrenze, werden natürlich von den Medien aufgegriffen und das ist es, was Rechtspopulisten bezwecken.“ Andererseits könnten die Medien, wenn die Partei eine gewisse Relevanz hat, solche Forderungen auch nicht ignorieren, sagte Lewandowsky.“ (…)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/forderung-der-berliner-afd-generelles-kopftuchverbot-das-ist-schwachsinn/13320922.html

Kommentar GB:

Kemal Pascha Atatürk hatte, um die Türkei soziokulturell für eine Modernisierung zu öffnen, seinerzeit, nach dem Sturz des osmanischen Sultanats, den Islam offensiv bekämpft.

Erdogan ist heute dabei, diese Modernisierungasprozeß zurück zu drehen und die Türkei zu reislamisieren. Seine Ehefrau äußert sich öffentlich und verständnisvoll zu den Vorzügen des (damaligen) Harems. Eine sich reislamisierende Türkei kommt schon deshalb für einen EU-Beitritt nicht infrage.

Das Kopftuch der Muslimas ist in erster Linie kein Kleidungsstück, sondern ein proislamisches Symbol, das durchaus offensiv gemeint ist, wenn auch ohne Worte.

Es finden sich bei uns leider genügend akademische und nicht-akademische Ahnungslose, Irrende und Dhimmis, die meinen, sie müßten die Expansion des Islams unterstützen; siehe oben.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article153293988/Fragen-an-den-Grossscheich-im-Deutschen-Bundestag.html