Genderforschung: Das Soziale an der Biologie

Lisa Breit, 1. März 2016 
Wozu die Gender Studies in den Naturwissenschaften beitragen, erklärt die Biologin Sigrid Schmitz

(…) „Die Forschung hat lange Zeit ihr Augenmerk auf die wissenschaftliche Belegung von vermeintlichen Unterschieden zwischen Mann und Frau gelegt“, sagt die Biologin und Genderforscherin Sigrid Schmitz. Neben sprachlichen und logisch-analytischen Fähigkeiten oder Vorstellungsvermögen sei auch Intelligenz, so die Annahme bis ins letzte Jahrhundert, quasi „von Natur aus“ gegeben – und mit dem Geschlecht wurden eben solche „natürlichen Determinationen“, Rasse und Gesellschaftsschicht verbunden. „Diese behaupteten Differenzen wurden herangezogen, um gesellschaftliche Ordnungen zu legitimieren. Sie dienten dazu, die Teilhabe für Menschen in verschiedenen Bereichen – der Produktion und der Reproduktion – zu erlauben oder zu verwehren“, erklärt Schmitz. „Als ‚Naturtatsache‘ erschienen diese Relationen unveränderbar.“ Sie gingen einher mit dem Polarisieren verschiedener Gruppen: „Unter-“ versus „Oberschicht“, „InländerIn“ versus „MigrantIn“ und eben auch „Mann“ versus „Frau“. “  (…)

http://derstandard.at/2000031791790/Genderforschung-Das-Soziale-an-der-Biologie

http://www.sigrid-schmitz.de/vita.htm

Kommentar GB:

Was aus Sicht der Biologie state of the art ist, das stellt Ulrich Kutschera hier da:

Das Gender-Paradoxon

sowie Axel Meyer:

Genderkritik: Leseprobe – Axel Meyer: Adams Apfel und Evas Erbe

und Günter Buchholz zum Gender-Begriff in der öffentlichen Auseinandersetzung:

Günter Buchholz: Warum der Gender-Begriff überflüssig und irreführend ist