Medienspiegel

Landtagswahlen. Paralipomena

Gudrun Eussner

„Ursula von der Leyen profiliert sich als Nachfolgerin der nicht mehr im Amt zu haltenden Angela Merkel. Gestern bei Phoenix die Unterzeile UvdL, sinngemäß: Die Flüchtlingspolitik muß so weiter gehen. Das ist an die Adresse der Amerikaner gerichtet; denn wen die nicht wollen, der wird’s nicht, und Wirtschaft und Regierung der USA wollen durch die Überflutung Deutschlands mit Muslimen aus arabisch-sunnitischen Staaten die Innen- und Außengrenzen Europas aufweichen. Darum soll die Türkei unbedingt in der NATO bleiben und möglichst EU-Mitglied werden; sie ist der Brückenkopf.

Das ist das Ziel beispielsweise des Juden- und Israelhassers George Soros, dem es am liebsten wäre, wenn es auf der Welt gar keine Grenzen mehr gäbe. Schon sein Vater Tivadar Soros vertritt diese Idee.

Hinreißend auch Wahlsieger Winfried Kretschmann auf die Frage: Was nun? da ihm der Koalitionspartner SPD für eine Mehrheit nicht ausreicht: Gespräche mit allen demokratischen Parteien! Welche das sind, bestimmt er und betont es mehrfach. Dabei ist er allein deshalb Wahlsieger geworden, weil den Bürgern ein Politiker, der seine Meinung dezidiert vertritt, lieber ist als ein farbloser Gegenkandidat, der dank seiner Vorsitzenden die Politik der Grünen imitieren muß. Nun gelangt Guido Wolf nicht an die Macht, sondern wird mit seinen Christdemokraten eingemeindet in die Grünenfamilie.

Die CDU wird’s weitere Wählerstimmen kosten; es wird sie weiter zerstören.

Sigmar Gabriel meint zum Thema demokratische Parteien, bezogen auf die AfD, sinngemäß: Die NPD gibt es ja auch! Er rückt somit die AfD in die rechtsextreme Ecke, und das bei einem Wahlergebnis, das ihn vielleicht das Parteiamt kosten wird. Deshalb positioniert sich auch Giovanni di Lorenzo so, wie im Artikel Harte Ansage an Parteien bei Illner: „Bloß nicht selbstgefällig zurücklehnen“ geschildert. Er hat den fortschreitenden Zusammenbruch der SPD täglich vor Augen, und seine Ohren klingen vom Rotieren im Grabe seines Freundes Helmut Schmidt:

„Bis Zeit-Chef Giovanni di Lorenzo ganz schnell der Kragen platzt: ‚Jeder versucht sich hier etwas herauszugreifen, was ihn noch zum Wahlsieger machen könnte.‘ Jetzt hätten die Parteien aber vielmehr ‚eine Quittung‘ bekommen und deshalb solle man sich bloß nicht ’selbstgefällig zurücklehnen‘. Gerade die SPD, einst stolze Partei, sei ‚in einer bemitleidenswerten Rolle‘.“

Die Untätigkeit des Merkel-applaudierenden Juniorpartners in der Großen Koalition erledigt die SPD bzw. sie ist bereits erledigt. Die Grünen zerstören sich derweil im Alleingang, da reicht das Geschwätz von ein paar in die Politik geflüchteten ältlichen abgebrochenen Studentinnen und 0,6 g Crystal Meth.“ (…)

http://eussner.blogspot.de/2016/03/landtagswahlen-paralipomena.html

Kommentar GB:

Wer heute dem bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer auf seiner Pressekonferenz zugehört hat, der hat einem Mann zugehört, der schwer trägt unter der Last der Verantwortung, die er unter dem Druck der gesellschaftlichen Umstände übernommen hat, und der er vorausschauend und geschickt und mehr informell als formell beeindruckend gerecht wird, und zwar trotz des Berliner Feminats, und ihm entgegen.

Horst Seehofer ist ein Staatsmann, der einzige, den es derzeit gibt in Deutschland.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-will-trotz-wahldebakel-an-fluechtlingspolitik-festhalten-a-1082237.html

http://www.cicero.de/berliner-republik/nach-den-landtagswahlen-die-maer-von-der-pro-merkel-wahl/60629