Medienspiegel

AfD surft auf Ressentiments

Joachim Bischoff / Bernhard Müller

„Islamkritik im Mittelpunkt des religiösen Rassismus“

„Nach ihren Erfolgen bei den Landtagswahlen im März, setzt die »Alternative für Deutschland« ihren Vormarsch fort. In den aktuellen Umfragen für die Bundesebene liegt der Zuspruch zu der rechtspopulistischen Partei zwischen 11% und 14%. Der Erfolg in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und vor allem Sachsen-Anhalt wird von fast der Hälfte der Bevölkerung mit Genugtuung quittiert und als Denkzettel für die etablierten Parteien eingeordnet (siehe FAZ vom 20.4.2016).

Dieser aktuelle Befund bestätigt die These, dass der Hauptgrund für die massive Ausbreitung des rechten Populismus in den kapitalistischen Ländern die massive Kritik am politischen und wirtschaftlichen Establishment ist. Die zügige Aufholbewegung des Rechtpopulismus (AfD) und die damit verbundenen Verschiebungen in der Parteienlandschaft in Deutschland sehen Meinungsforscher in Verbindung mit der Flüchtlingsdebatte.

Die im Bundestag vertretenen Parteien hätten auf die höheren Flüchtlingszahlen mit großer Übereinstimmung reagiert. Gleichzeitig aber sei dieser Kurs von der Mehrheit der Bürger zu keinem Zeitpunkt unterstützt worden. In einer bedeutenden Frage sei damit eine Kluft zwischen weiten Teilen der Bevölkerung und den etablierten Parteien entstanden.“ (…)

http://www.sozialismus.de/kommentare_analysen/detail/artikel/afd-surft-auf-ressentiments/

Kommentar GB:

Der postmodere Irrationalismus hat allem Anschein nach die Linke übernommen, die offensichtlich nicht einmal mehr weiß, dass die Kritik der Religion – jeglicher Religion, und somit auch die Kritik des Islams – die Voraussetzung dafür ist, sich aus dem Irrationalismus zu befreien, auf der Ebene des Bewusstseins und auf der Ebene des gesellschaftlichen Seins.

Mit der Unterwerfung unter den feministischen und den islamischen Irrationalismus erledigt sich die Linke intellektuell selbst, allem polemischen Geschwätz zum Trotz.

Dabei gibt es doch, von Hartmut Krauss, kritische marxistische Analysen hierzu:

http://www.hintergrund-verlag.de/buecher.html

aber die Autoren lassen sich statt dessen von einer feministisch-islamophilen Ideologin

http://www.ffgi.net/team.html  auf den irrationalen Kurs der Postmoderne bringen.

Wenn die Linke nicht einmal mehr ihren einstigen Vernunftanspruch, der der Anspruch der Philosophie der Aufklärung war, noch aufrechterhält, warum konvertiert sie dann nicht gleich und zieht in den Djihad?

Was jedenfalls Karl Marx zum Thema Religion zu sagen hatte, das lesen wir hier:

„Die Kritik der Religion endet mit der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, also mit dem kategorischen Imperativ, alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Karl Marx 1843/1844), oder – so Marx und Engels – Verhältnisse zu schaffen, „worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ (1848, S. 482)

http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm