Medienspiegel

Das Fremde und das Eigene

Deutschland hat in Europa nicht nur wirtschaftliche und politische Macht. Unser Land ist auch eine kulturelle Macht durchaus besonderer Art. Für die, die zu uns kommen, enthält Integration diese historisch-kulturelle Zumutung – auch wenn und gerade weil sie aus muslimischen Ländern stammen.

19.04.2016, von Wolfgang Thierse

(…) „Darauf müssen wir uns einstellen: Unser Land wird dauerhaft pluralistischer, also ethnisch und religiös und kulturell vielfältiger und widersprüchlicher werden. Dieser Pluralismus wird keine Idylle sein, sondern steckt voll von politisch-sozialem und religiös-kulturellem Konfliktpotential.

Diese Herausforderung ist nicht nur politischer, ökonomischer, finanzieller und sozialer Art, sondern ganz wesentlich auch kultureller Natur. Denn wenn in einer migrantischen Gesellschaft, die Deutschland noch mehr werden wird, Integration eine der großen Aufgaben ist und bleiben wird, dann müssen wir eine Vorstellung davon haben, wo hinein die zu uns Kommenden integriert werden sollen. Dann müssen wir die einfache und zugleich manchen unangenehme Frage beantworten, wer wir sind, was wir anzubieten haben, wozu wir einladen.“ (…)

http://www.faz.net/aktuell/politik/die-gegenwart/wolfgang-thierse-ueber-integration-von-fluechtlingen-in-deutschland-14170909.html?printPagedArticle=true#/elections

Kommentar GB:

Der Autor, den ich menschlich schätze, scheint mit bezüglich des Islam und der mit ihm verbundenen Integrationsgrenzen leider so naiv zu sein wie der größte Teil der Politik und der Medien.

Sie alle unterstellen ohne Begründung und ohne Nachweise nach wie vor, der Islam sei in die säkularisierten Gesellschaften Europas prinzipiell integrierbar.

Aber genau das ist er eben nicht, genau das ist der Irrtum.

Islamische Integration läuft nur in Richtung auf eine Integration in den Islam ab oder aber gar nicht. Das aber wird nicht verstanden.

Jedoch: sowohl die Quelltexte wie die sich daraus ergebenden mehr oder weniger vielfältigen Glaubenspraxen, die europaweit empirisch beobachtet werden können, sprechen sehr deutlich eine andere Sprache. Der akkulturative Integrationswiderstand ist keineswegs zu vernachlässigen und zu unterschätzen. Die in erheblichem Umfang erfolgte Entscheidung für den Djihad zeigt das. Sie ist die vollständige Verneinung der Assimilation. Aber ohne ein hohes Maß an Assimilation gibt es keine muslimische Integration in Europa. Und diese Assimilation kann eben nicht erzwungen werden. Sie kann nur angeboten und eingefordert und freiwillig angenommen werden. In diesem Fall aber muß der Anspruch des Islam stark relativiert, im Grunde sogar tendenziell aufgegeben werden.Und das wird in der Regel verweigert, obwohl es erfreulicherwiese etliche Muslime gibt, die diesen Schritt gegangen sind, aber sie sind damit (s. u.) eine gefährdete Minorität.

Im übrigen bezweifle ich sehr, dass die Mehrheitsgesellschaft bereit ist, eine anscheinend irgendwo auf EU-Ebene schon beschlossene und nun top down sowie mittels Schaffung vollendeter Tatsachen und massig Propaganda durchgesetzte Islamisierung  mitzutragen. Das wird sie  voraussichtlich nicht tun. Und warum sollte sie auch? Sie liegt ja in keinerlei Hinsicht in ihrem Interesse. Und der Bevölkerung dürfte das mehrheitlich vollkommen bewusst sein.

Das wird Folgen haben. Hierzu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam

https://le-bohemien.net/2016/04/07/integration-islam-moderne/

Es gibt gute Gründe zu vermuten, dass der Islam ein absolutes Integrationshindernis ist, und das liegt an dieser Doktrin selbst:

http://www.freiewelt.net/nachricht/hamed-abdel-samad-stellt-sich-hinter-beatrix-von-storch-10066457/

 

Islamkritik