Erzbischof Welby ein Kuckuckskind

Ein DNA-Test beweist, dass der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, das uneheliche Kind eines Mitarbeiters von Winston Churchill ist. Die Betroffenen gehen gelassen mit der Enthüllung um.
  • von Markus M. Haefliger, London, 10.4.2016

(…) „In Churchills Küchenkabinett arbeiteten damals unter anderen Jane Portal, seine 25-jährige persönliche Sekretärin, und der sechs Jahre ältere Anthony Montague Browne, ein dekorierter Kampfflieger und Diplomat und einer von drei politischen Sekretären des Premierministers. Jane und Anthony hatten eine kurze Affäre, aus der ein Kind entsprang: Justin, Justin Welby mit vollem Namen, Geschäftsmann, dann Theologe. Im Jahr 2012 wurde Welby zum Erzbischof von Canterbury ernannt, dem geistigen Oberhaupt der anglikanischen Kirche und symbolischen Vorsitzenden von weltweit 80 Millionen Christen anglikanischer Konfession.

Die Affäre und die Umstände von Welbys Zeugung blieben 60 Jahre lang ein streng gehütetes Geheimnis. Am letzten Märztag 1955 hatte Jane Portal Hals über Kopf ihre Stelle aufgegeben und vier Tage später einen Gavin Welby geheiratet. Fast auf den Tag genau neun Monate später kam Justin auf die Welt. Niemand zweifelte an der Vaterschaft Gavins. Die Ehe hielt nur drei Jahre, Justin machte eine schwierige Kindheit durch: der Vater Alkoholiker, auch die Mutter alkoholsüchtig, aber nach einer Entziehungskur 1968 abstinent und danach angesehene Richterin und Chefbeamtin in Whitehall. Justin wuchs in Internaten auf und arbeitete in der Erdölbranche, bevor er in den neunziger Jahren ein Erweckungserlebnis hatte, Theologie studierte und sich zum Priester weihen liess. Gavin Welby, der angebliche Vater, starb 1977.“ (…)

http://www.nzz.ch/panorama/ueberraschung-fuer-anglikaner-erzbischof-welby-ein-kuckuckskind-ld.12684

http://www.zeit.de/1989/07/wer-ist-eigentlich-mein-vater

Kommentar GB:

Dass Frau von Münch das Verbot der Vatersuche anscheinend für richtig hält, das kann bei ihr so wenig überraschen wie später bei Frau Zypries (SPD); man kann davon ausgehen, dass sich in dieser speziellen Frage fast alle Frauen einig sein dürften. Aber das geht vollständig zu Lasten der Kuckucksväter, von denen großzügig geschwiegen wird, obwohl oder weil sie die Betrogenen sind, in jeder Hinsicht, und nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht. Sie haben moralisch zweifellos Anspruch auf  Schadensersatz, aber wie sieht es juristisch aus? Wohl sehr schwierig. Und Ungerechtigkeit zu Lasten von Männern – das ist doch nicht wirklich ein Problem, oder?

Wie so etwas beispielhaft abläuft, das steht in dem obigen Artikel.

In diesem Zusammenhang muß daher hingewiesen werden auf:

https://kuckucksvater.wordpress.com/author/kuckucksvater/

wo das Thema vertieft behandelt wird. Ein Beispiel über solche Wirrnisse:

https://kuckucksvater.wordpress.com/2016/03/18/meine-mutter-ist-ein-flittchen-von-sabine-breuer/