Medienspiegel

Mhallamiye-Kurden

Interview mit Ralph Ghadban

„Spektakuläre Raubüberfälle, Auftragsmorde, Schutzgelderpressung. Eine Großrazzia in Berlin hat letzte Woche erneut einen kriminellen Clan aus dem Umfeld der Mhallamiye-Kurden in die Schlagzeilen gebracht. Ein Gespräch über mafiösen Erfolg und gescheiterte Integration.

Unlängst wurden in Berlin bei einer Razzia acht Männer festgenommen, die dem kurdischen Al-Zein Clan zugerechnet wurden. Es ging um einen Raubüberfall im KaDeWe, Schusswaffen und einen gescheiterten Auftragsmord. Ein bezahlter Killer des Clans hat offenbar ausgepackt, nachdem er einen Mann im letzten Herbst lediglich in den Hintern geschossen, nicht aber, wie bestellt, ermordet hat, weshalb er vom Clan bedroht wurde. Das klingt filmreif und unglaublich.

Es ist höchste Zeit, dass endlich einmal eingegriffen wurde. Die Clans haben in Deutschland längst alle Linien überschritten, ihre Verachtung für den Rechtsstaat und unsere Gesellschaft ist grenzenlos. Sie fühlen sich allmächtig und werden darin vom deutschen Staat auch kaum gebremst, weder in Berlin, noch anderswo.“  (…)

„Was macht denn eigentlich von den vielen friedlich in Deutschland lebenden Volksgruppen ausgerechnet die Mhallamiye so verhaltensauffällig und offenbar kriminalitätsaffin?

Die Mhallamiye sind ursprünglich aus der Türkei in den Libanon geflohen, wurden aber auch dort ausgegrenzt und kamen dann ab Ende der 70er Jahre nach Deutschland. Sie bekamen kein Asyl, blieben aber wegen fehlender Papiere und der Genfer Flüchtlingskonvention im Land. Ohne Arbeitserlaubnis sind sie von Anfang an in die Illegalität abgeglitten. Das trifft auf andere Flüchtlingsgruppen auch zu. Aber keine von ihnen verfügt über solche verfestigten Clanstrukturen wie diese Gruppe, sie sind diesbezüglich nur mit den Albanern vergleichbar.“ (…)

Ab 1982 wurde für den Asylantrag ein Pass verlangt, um später die Abschiebung zu erleichtern. In der Folge haben sie alle – nicht nur die Mhallamiye – ihre Pässe verschwinden lassen. Was wir heute mit den fehlenden Reisedokumenten erleben ist also überhaupt nicht neu, und das wirkt sich bis heute aus, ein falsches Verständnis für den Respekt anderer Kulturen. Man befürchtete, Ausländer zu stigmatisieren, und hatte die Idee einer moralischen Verpflichtung gegenüber Einwanderern. Darum hat man alles akzeptiert und toleriert, es gab eine Multikulti-Stimmung, die auch auf die Justiz abgefärbt hat.“ (…)  (Hervorhebungen GB)

http://www.cicero.de/berliner-republik/mhallamiye-kurden-ihre-verachtung-fuer-uns-ist-grenzenlos/60845

Kommentar GB:

Das hat natürlich wieder einmal, nichts, rein gar nichts, überhaupt nichts, nicht im geringsten irgendetwas mit dem Islam zu tun.

Was fehlt, das sind, ganz offensichtlich, nicht gesetzliche Regelungen, sondern eine Praxis der Rechtsdurchsetzung.