Medienspiegel

Nach Kritik an Saudi-Arabien

„Der Ex-Chef des BND, Gerhard Schindler, ist offenbar durch seine Haltung zu den Konflikten im Nahen Osten gestolpert. Er sah Saudi-Arabien als Urheber der dortigen Konflikte und hatte sich zu Geheimgesprächen mit der syrischen Regierung getroffen.“

„Das berichten die »Deutschen Wirtschaftsnachrichten« (DWN) in ihrer aktuellen Ausgabe. Danach könne der in den einstweiligen Ruhestand versetzte BND-Chef Gerhard Schindler aufgrund seiner Haltung gegenüber Saudi-Arabien und dem Nahost-Konflikt gestolpert sein.

Ende 2015 hatte Schindler dem Königreich eine impulsive Interventionspolitik vorgeworfen. Er sah Saudi-Arabien als Urheber der Konflikte im Nahen Osten. In einer von Schindler in Auftrag gegebenen Analyse sah der BND die  bisherige vorsichtige diplomatische Haltung der älteren Führungsmitglieder der Königsfamilie durch eine impulsive Interventionspolitik ersetzt. Die Führung in Riad konkurriere mit dem Iran um eine hegemoniale Rolle in der Region.

Hauptschauplätze des Konfliktes seien demnach Syrien, der Libanon, Bahrain und der Irak. Auch wolle Saudi-Arabien mit dem Militäreinsatz im Jemen beweisen, dass es bereit sei, so große Risiken wie nie zuvor einzugehen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Kritisch bewertete der BND unter Schindler auch die Machtkonzentration bei Salmans Sohn Mohammed. Damit bestehe die Gefahr, dass er den Unmut anderer Mitglieder des Königshauses und der Bevölkerung auf sich ziehe. Auch könnten die Beziehungen zu Alliierten in der Region überstrapaziert werden.

Bundesregierung und das Auswärtige Amt (AA) zeigten sich übereinstimmend verärgert über den BND-Bericht. Der BND stünde sicher nicht für die deutsche Außenpolitik und sollte sich seiner Aufgabe bewusst werden. Die bestünde darin, die Bundesregierung mit Informationen zu versoren, so der Sprecher des AA, Martin Schäfer.

Ein Sprecher der Bundesregierung sagte, dass die in diesem Fall öffentlich gemachte Bewertung nicht die Haltung der Bundesregierung widerspiegelt. Die Bundesregierung betrachte Saudi-Arabien als wichtigen Partner in einer von Krisen geschüttelten Weltregion.

Im Jahr 2015 hat die Bundesregierung Waffen in einem Wert von fast 210 Millionen Euro an Saudi-Arabien geliefert. Hier ein Überblick:“ (…)

http://www.freiewelt.net/nachricht/merkel-opfert-bnd-chef-schindler-10066609/

Kommentar GB:

Frau Merkel – im Auftrag der deutsche Rüstungsindustrie – verkauft den Saudis den Strick, an dem diese  uns aufhängen werden. (frei nach Wladimir Uljanow)

Woher kommt eigentlich die völlig unplausible Islamophilie, gegen die auf der geistigen Ebene, der des Bewußtseins, wie auf der realen Ebene, der des gesellschaftlichen Seins, nun wirklich alles spricht.

Abgesehen davon, dass bei mir der Eindruck entstanden ist, islamophile Europäer seien bekifft, und das mit voller Dröhnung, sie liebten also den Islam, weil sie den Haschisch und ihren Rausch lieben, gibt es doch auch rationale Motive, und zwar ökonomische. Die ölproduzierenden islamischen Länder sind selbstverständlich als solche sehr wichtig, aber auch als Kunden – und hier nicht zuletzt als Kunden für Rüstungsgüter. Ihre von Petrodollars aufgeschwemmten islamischen Kunden  will sich die europäische Rüstungswirtschaft gewiß nicht vergraulen. Da nimmt sie doch Rücksicht auf deren Empfindlichkeiten. Empfindlichkeit, dein Name ist Islam. Also dann seien wir doch bitte im Profitinteresse der europäischen Rüstungswirtschaft einfach islamophil. Ernst gemeint ist in Zeiten des postmodernen Relativismus ja sowieso nichts mehr, mit Ausnahme des Profitmotivs selbstverständlich. Also, warum denn nicht, wenn es doch fette Boni bringt? Die Medien werden dann schon mitmachen, das ist überhaupt kein Problem.

Erheblich verstärkend kommt hinzu, dass die Herren der Petrodolllars nicht nur als Kunden, sondern auch als Finanzinvestoren auftreten und sich überall gerne lukrative Unternehmensbeteiligungen einkaufen; sie haben´s ja. Irgendwo muß das viele Geld ja hin. Aber auch wo und wenn sie sich aus der Unternehmensführung heraushalten mögen, reicht doch ein bloßer Wink um klarzustellen, dass Islamkritik nicht erwünscht ist, und dass sie, wenn ihre Kooperationsbereitschaft erhalten bleiben soll, am besten unterlassen wird oder ggf. unterbunden wird. Daran arbeiten die Medien intensiv.

Und die Politik richtet sich danach, denn sie weiß doch genau, wer ihre Auftraggeber sind, und wer nicht. Den „dummen Leuten“ muß das dann eben irgendwie erkärt werden, am besten mit irgendwelchen scheinmoralischen Begründungen – aber die Medien, die schaffen das schon, kein Problem …

Oder vielleicht doch nicht?