Niedergang der SPD

Je mehr weibliche Mitglieder desto weniger Wähler

(…) Diese Politik hat zwei Konsequenzen: Stammwähler und Menschen mit normalen Problemen drehen der SPD zunehmend den Rücken zu. Bestimmte Frauen und LSBTI treten der SPD, die sie zunehmend als ihre Lobbygruppe begreifen, bei und versuchen über die SPD an die Steuertöpfe der Gesellschaft zu gelangen.

Wenn diese Annahmen stimmen, dann wird man als Konsequenz ein Ansteigen des Anteils weiblicher und LSBTI-Mitglieder in der SPD sehen, denn die SPD ist für sie attraktiv um, dort ihr finanzielles Glück zu machen. Gleichzeitig wird der Anteil derjenigen Wähler, die sich mit den Inhalten, für die die SPD steht, identifizieren können, die der Ansicht sind, die SPD sei responsiv für ihre Probleme und die Sorgen, die ihr tägliches Leben prägen, zurückgehen, denn die SPD ist in ihrer Wahrnehmung immer weniger eine Partei, die sich für normale Dinge interessiert, wie sie in einem normalen Leben vorkommen. Entsprechend wird der Anteil der Wähler der SPD zurückgehen. (…)

Wir haben diese beiden Hypothesen für den Anteil weiblicher Mitglieder und die Ergebnisse der SPD bei Bundestagswahlen seit 1949 geprüft und siehe da, beide Hypothesen können bestätigt werden. Aufgrund der oben beschriebenen Themenverlagerung wird die SPD für Frauen, die danach streben, ihr Geld mit dem Kämpfen für Frauenrechte und nicht mit Arbeit zu verdienen, immer attraktiver: Der Frauenanteil unter den Mitgliedern der SPD ist von 15,4% im Jahr 1946 auf 31,8% im Jahr 2014 angestiegen. Gleichzeitig ist die SPD in ihrer Attraktivität für Wähler vor allem seit 1998 immer weiter gesunken, wobei der Tiefpunkt noch nicht in Sicht ist. Zwischen beidem, der Zunahme des Anteils weiblicher Mitglieder und dem Sinken der Anteile der SPD bei Bundestagswahlen besteht ein starker Zusammenhang (r = .45). Anders formuliert: Einer jährlichen Zunahme des Anteils weiblicher Mitglieder in der SPD um 0,98% geht mit einem Rückgang des Anteils bei Bundestagswahlen von jährlich 0,41% einher. Der Niedergang der SPD er wäre entsprechend das Ergebnis der Zunahme des Anteils weiblicher Mitglieder mit einer Agenda der Nutznießung.“

Niedergang der SPD: Je mehr weibliche Mitglieder desto weniger Wähler