Medienspiegel

Religionskritik: Dröhnendes Schweigen

Früher war Religionskritik die vornehmste aller marxistischen Tugenden.
Doch zum Glaubensterror des islamischen Fundamentalismus hat die westliche Linke nichts zu sagen.

http://www.zeit.de/2015/15/religionskritik-linke-fundamentalismus-islamismus/komplettansicht

Kommentar GB:

So ist es. Es ist dies m. E. ein sehr wertvoller Beitrag zur Erklärung des völligen intellektuellen und politischen Versagens der Linken angesichts der Herausforderungen und Probleme der Gegenwart.

Und deshalb mein Kommentar, ich zitiere ihn hier:

„Aufklärung ist der Versuch, den Irrationalismus durch die Vernunft zu überwinden.

Irrationale Gesellschaften sollen in vernünftige Gesellschaften transformiert werden.

Aufklärung ist nicht zu haben ohne Religionskritik, die ihren Schwerpunkt heutzutage im  Islam haben muß: die notwendige Säkularisierung muß dabei das Ziel sein.

Aufklärung muß heute darüber hinaus den philosophischen Irrationalismus (französische Postmoderne) kritisch aufarbeiten und unwirksam machen, einschließlich jener irrationalen Ideologien, die aus ihm sich speisen (z. B. Feminismus / Genderismus).

Aufklärung ist ebenso wenig zu haben ohne eine Kritik der Politischen Ökonomie, in notwendiger Verbindung mit transformatorischen Perspektiven, weil es nämlich eine gesellschaftliche Handlungs- und Gestaltungsfreiheit nur geben kann, wenn das gesellschaftlich Unbewußte bewusst gemacht wird (siehe hierzu: Gerhard Stapelfeld).

Aufklärung ist schließlich auch die Aufklärung des Individuums über die eigenen Person, die ohne eine Bewusstmachung ihres Unbewussten nicht vollständig ist (siehe hierzu: Erich Fromm).“  –  Quelle:

Philosophie der Aufklärung zwischen Geschichte und Haltung