Medienspiegel

SPD – Defekte

Von Arne Hoffmann

„1. Die SPD hat es in der Wählergunst endlich unter die 20-Prozent-Marke geschafft. In der Partei herrscht Ratlosigkeit. „Die Frage, was wir falsch gemacht haben, haben wir uns schon 100 Mal gestellt“ erklärte gestern Fraktionsvize Axel Schäfer.

Was mein Schwerpunktthema, die Geschlechterpolitik angeht, kann ich gerne aushelfen. Der Grund liegt schlicht in einer Arroganz der Macht gepaart mit einer himmelschreienden Unkenntnis von SPD-Politikern im eigenen Themenbereich, der an Debilität grenzt. Man kann das zurückverfolgen bis zu, sagen wir, dem 12. Mai 2000, als die damalige Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) der Wochenzeitung „Freitag“ erklärte, Männerhäuser für Opfer häuslicher Gewalt plane man nicht: „Ich denke, das ist auch nicht nötig! Wenn Männer keine Gewalt anwenden, brauchen sie auch keinen Zufluchtsort.“ Ein derartig fetter Sexismus ging gut, solange die Fakten über die Gleichverteilung zur häuslichen Gewalt einer breiten Bevölkerung kaum bekant waren und fast nur von uns Männerrechtlern immer wieder und wieder vorgebracht wurden. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung reagierte darauf, indem sie uns Männerrechtler mit einer „Expertise“ des umstrittenen Publizisten Thomas Gesterkamp als Rechte darstellte, die man bekämpfen müsse, statt ihnen zuzuhören.

In dieser ideologischen Verbunkerung bleiben die Spezialdemokraten bis in die Gegenwart. Vor der Bundestagswahl 2013 erklärte Thorben Albrecht, Abteilungsleiter Politik im SPD-Parteivorstand, auf die Anfrage einer Lobbygruppe aus der Genderszene: „Die antifeministische Männerrechtsbewegung wird, wenn wir in Regierungsverantwortung sein sollten, keinerlei Zugang bekommen.“ Als vergangenes Jahr sechs männerpolitische Organisationen an die jetzige Bundesfrauenministerin, Manuela Schwesig, einen Offenen Brief mit der Aufforderung schickte, eine „Sachverständigenkommission“ zur „Gleichstellung“ nicht ausschließlich durch Mitglieder der feministischen Lobby zu besetzen, erhielten sie darauf nicht einmal eine Antwort. Die Botschaft ist klar: „Wir brauchen uns für die Anliegen von euch Kerlen nicht zu interessieren!“ kräht uns Schwesig damit entgegen. „Ihr habt nun mal das falsche Geschlecht. Und wir haben die Macht!“

Hochmut kommt vor dem Fall.

Dass die FDP aus dem Bundestag geflogen war, nachdem sie sich zu sehr vor den Karren einer Lobby spannen ließ, hätte den Sozialdemokraten eine Lehre sein müssen. Pustekuchen. „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“ steht noch heute im SPD-Parteiprogramm. Der Feind ist der Mann. Die Hälfte der Wähler. Allein einem moralisch vollkommen verrotteten Zeitgeist zuliebe ist das die Position einer Regierungspartei. Selbst dezidiert linke Männerrechtler wie ich empfinden mittlerweile einen Würgereiz, wenn sie „SPD“ hören. Die eigene Wählerschaft wurde fast gewaltsam vertrieben. Und Axel Schäfer fragt sich, was man bloß falsch gemacht habe.“

http://genderama.blogspot.de/2016/04/vermischtes-vom-13-april-2016.html

und

SPD: Schlechte Umfragewerte

Kommentar GB:

Die Fehler der SPD liegen doch offen zu Tage: eine falsche Wirtschaftspolitik (Schuldenbremse und Austeritätspolitik), eine falsche Sozialpolitik (HARTZ4; Renten), eine mindestens fragwürdige Außenpolitik (Kriege), eine faktisch rechte Feminismus-Politik (s. u.), eine absurde Homo-Politik, keine Familienpolitik, und eine bewusstlose, faktisch rechtsradikale, islamophile Politik. Einige dieser Fehler teilt sie einträchtig mit den GRÜNEN und ebenso mit der LINKEN, einige auch mit der CDU.

Die sind also auch nicht schlauer.

Aber nein, alle diese Beurteilungen sind selbstverständlich ganz falsch. Die SPD hat sich doch in den letzten 15 Jahren immer nur um „Friede-Freude-Eierkuchen“ gekümmert! Zum allgemeinen und speziellen Wohl ihrer Funktionäre! Und jetzt entziehen ihr die Wähler das Vertrauen! Das geht gar nicht, das zerstört politsche Karrieren, das geht ans Existenzielle. Ja. So ist es.

Der Pfuscher pfuscht, und der Pfusch schlägt auf den Pfuscher zurück. Das ist Gerechtigkeit. Oder Karma, das Gesetz der Kausalität. Alles Handeln erzeugt seine Konsequenzen, und die holen jeden Handelnden wieder ein, früher oder später, so oder so. Also: Beklagt euch nicht!

Eliminiert den Feminismus aus dem SPD-Grundsatzprogramm.

Arne Hoffmann schreibt:

„Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“ steht noch heute im SPD-Parteiprogramm. Der Feind ist der Mann. Die Hälfte der Wähler.“

http://genderama.blogspot.de/2016/04/vermischtes-vom-13-april-2016.html

Wenn das so ist, na gut, dann wählen wir Männer eben, wer eine solche Unverschämheit nicht im Programm hat. Ist doch ganz folgerichtig, oder? Falls Euch klar ist, was Folgerichtigkeit bedeutet …

Löst die AsF auf, und folgt parteiintern demokratischen Prinzipien. Trennt Euch von inkompetentem Personal – auch von teils unsäglichen Ministern (m/w), die aus der dritten oder vierten Reihe kommen. Bemüht Euch um eine nicht-ideologische, gesellschaftstheoretische Fundierung Eurer Politik; falls ihr noch versteht, was damit gemeint ist…

https://www.freitag.de/autoren/guenterbuchholz/von-der-frauenemanzipation-zur-frauenprivilegierung

Arne Hoffmann:

„Im Bereich „Geschlechterpolitik“ gibt es einen ganz klaren Weg, wie die SPD aus ihrer Misere herauskommen kann: Sie muss begreifen, dass Politik die Kunst ist, möglichst vielen Wählern gerecht zu werden und nicht nur so stark wie möglich eine bestimmte Lobbygruppe zu bedienen – selbst wenn diese Lobbygrupe die Leitmedien auf ihrer Seite hat.“

http://genderama.blogspot.de/2016/04/vermischtes-vom-13-april-2016.html