Medienspiegel

Streit um geplanten IQ-Test für Flüchtlinge im Saarland

Kann ein IQ-Test helfen, Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren? Saar-Innenminister Klaus Bouillon will das im Rahmen eines Modellprojekts testen. Der Koalitionspartner SPD wirft ihm ein menschenverachtendes Menschenbild vor.

„Ein im Saarland geplanter IQ-Test für Flüchtlinge hat eine heftige Debatte unter den Koalitionspartnern CDU und SPD ausgelöst. Mit dem freiwilligen Test will Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU) Begabungen früh erkennen und die Integration beschleunigen.

„Wir wollen ein Modellprojekt starten, mit dem wir über einen Intelligenztest herausfinden können, wo die Talente stecken und in welche Berufsgruppen wir die Flüchtlinge direkt eingliedern oder worin wir sie schulen sollten“, sagte der Minister der „Rheinischen Post“ (Samstag).“ (…)

„Der Vorschlag ist der völlig falsche Ansatz und nicht von besonderer Intelligenz geprägt“, kritisierte die Generalsekretärin der SPD Saar, Petra Berg. Die Forderung schüre massiv Vorurteile und offenbare ein menschenverachtendes und diskriminierendes Menschenbild. „Intelligenz ist zudem nichts Statisches, das man einfach so abfragen kann“, sagte sie. (…)

http://www.gmx.net/magazine/politik/fluechtlingskrise-in-europa/streit-geplanten-iq-test-fluechtlinge-saarland-31497838

http://www.sueddeutsche.de/politik/saarland-landesminister-will-iq-test-fuer-fluechtlinge-1.2952821

Kommentar GB:

Tatsache ist, dass ein Intelligenztest methodisch ein guter Prädikator für beruflichen Erfolg ist, unabhängig von der Frage, ob, was Fachleute beurteilen müßten, solche Tests in diesen hier angesprochenen Fällen sinnvoll sind oder nicht.

Aber: man höre auf die obige diffamierungsgeneigte Haltung von Frau Berg:

Die Forderung

  • „schüre massiv Vorurteile“
  • „offenbare ein menschenverachtendes und diskriminierendes Menschenbild“
  • „Intelligenz ist zudem nichts Statisches, das man einfach so abfragen kann“

Intelligenz kann grundsätzlich mittels geeigneter standardisierter Verfahren gemessen werden.

Auch bei Frau Berg, nebenbei bemerkt.

Und was hat eine Messung mit Vorurteilen zu tun?

Man mißt, um zu einem Urteil (Meßwert) zu kommen. Das ist das genaue Gegenteil von einem Vorurteil.

Und was hat eine solche Messung mit „Menschenverachtung“ und „Diskriminierung“ zu tun?

Genau: gar nichts.

Frau Berg hat offenbar ein Problem, oder sie ist eines.

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar GB: