Medienspiegel

Was halten Sie von Political Correctness?

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„Das Bewusstsein für beleidigende Ausdrücke und Inhalte nimmt immer mehr zu. Wie halten Sie es mit korrekter Ausdrucksweise? An US-Unis werden reihenweise Klassiker aus den Lehrplänen gestrichen, weil sich Studierende auf Political Correctness und die Verletzung ihrer Gefühle berufen: So könnte „Mrs. Dalloway“ von Virginia Woolf zum Selbstmord verführen oder Ovids „Metamorphosen“ zu sexueller Belästigung animieren. Doch nicht nur in den USA feiert die Political Correctness einen Siegeszug. Während ihre Befürworter auf die Vermeidung von Ausdrücken pochen, die Gruppen oder Einzelne kränken oder beleidigen könnten, sehen Kritiker sie mitunter als Zensur und Einschränkung der Redefreiheit. Und selbst so mancher Anhänger der politisch korrekten Ausdrucksweise findet, dass das Verbot von Büchern zu viel des Guten ist. – derstandard.at/2000035927825/Was-halten-Sie-von-Political-Correctness.“ (…)

http://derstandard.at/2000035927825/Was-halten-Sie-von-Political-Correctness

Kommentar GB:

Ein Leser schreibt hierzu:

Mundle

„Political Correctness ist schlimmer als Zensur und Einschränkung der Redefreiheit. Es ist ein Transmitter von Ideologie, weil mit der Veränderung der Sprache das Denken gesteuert wird.In Orwells Roman 1984 ging es genau darum: Revolution sollte verunmöglicht werden, indem man die Sprache manipulierte, sodass Gedanken zur Revolution nicht mehr möglich waren.

Oft geht es bei der PC auch darum Themen „ideologisch zu framen“, also ein Narrativ vorzugeben in dem man von vornherein die Oberhand hat eine Diskussion zu gewinnen. Gutes Beispiel ist wenn zB die Rede vom „Sozialabbau“ ist(wobei natürlich verschwiegen wird, dass das theoretisch auch eine Reduktion von Kosten/Steuern zur Folge hat). Aber gut, das passt jetzt nicht ganz zur PC, aber wichtig: Sprache steuert das Denken. Das stimmt ganz sicher. Deswegen sollte man diffuse Begriffe vor einer Diskussion definieren(zB Kapitalismus, Neoliberalismus, rechtsextrem etc)“