Medienspiegel

Der IWF will, dass Deutschland Schulden macht

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„Mehr Geld in die Infrastruktur, bessere Berufschancen für Flüchtlinge, Frauen und Ältere und ein späterer Rentenbeginn: Trotz stabiler Konjunktur hat der IWF eine lange To-do-Liste für Deutschland.“

„Der Internationale Währungsfonds (IWF) übt in seinem neuen Deutschland-Bericht deutliche Kritik an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung. Der Fonds fordert nicht nur mehr Reformen, sondern auch eine Abkehr vom Sparkurs. Deutschland müsse mehr für öffentliche Investitionen tun – und dafür notfalls auch Schulden machen.

Zwar erkennt der IWF die zusätzlichen Milliarden-Ausgaben unter anderem zur Bewältigung der Flüchtlingskrise durchaus an. Es gebe aber immer noch Spielraum für zusätzliche Ausgaben, ohne gegen die Schuldenregeln zu verstoßen, sagte IWF-Expertin Enrica Detragiache. Vor allem mehr Investitionen in die Infrastruktur seien notwendig. „Wir denken, das wäre eine gute Investition in die Zukunft Deutschlands“, sagte Detragiache.“ (…)

http://www.welt.de/wirtschaft/article155194734/Der-IWF-will-dass-Deutschland-Schulden-macht.html

Kommentar GB:

Ohne Investitionen, seien sie privat oder öffentlich, gibt ein kein BIP-Wachstum. Der Zins liegt bei Null. Es wäre rational, jetzt zu handeln, um die marode Infrastruktur instandzusetzen, anstatt auf wenig klugen Schuldenregeln herumzureiten.