Medienspiegel

Europas Migrationskrise: Kein Ende in Sicht

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Papst Franziskus sagte bei seinem jüngsten Besuch auf der griechischen Insel Lesbos, dass Europa auf die Migrationskrise mit Lösungen reagieren muss, die „der Menschheit würdig“ sind. Er beklagte zudem „die dichte Wolke der Gleichgültigkeit, die die Herzen und Seelen verdüstert“. Der Papst demonstrierte dann, was er für eine „der Menschheit würdige“ Reaktion hält, indem er 12 syrische Muslime in seinem Flugzeug mit nach Italien nahm. „Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber nach diesem Tropfen wird der Stein nie mehr derselbe sein“, sinnierte der Papst.

Die Rede des Papstes beinhaltete nicht einen einzigen Hinweis auf die schweren Konsequenzen muslimischer Migration auf den europäischen Kontinent für die Europäer. Stattdessen war seine Rede mit vielen Gedanken geschnürt wie: „… Barrieren schaffen Trennungen statt den wahren Fortschritt der Menschen voranzubringen und Trennungen führen früher oder später zu Konfrontationen“ und „… unsere Bereitschaft weiterhin zusammenzuarbeiten, damit die Herausforderungen, denen wir heute gegenüber stehen, nicht zu einem Konflikt führen, sondern zur Zunahme der Zivilisation der Liebe.“

Der Papst reiste zurück in seine praktisch migrantenfreie Vatikanstadt – diese 12 syrischen Muslime werden von Italien beherbergt, nicht vom Vatikan, auch wenn der Heilige Stuhl sie unterstützen wird – und überließ es den gewöhnlichen Europäern mit den Folgen der „Zunahme der Zivilisation der Liebe“ zurechtzukommen.

Es gibt nichts Freieres in dieser Welt als selbst nicht zu praktizieren, was man predigt; und was der Papst predigt ist die Aufnahme von weiteren Migranten in Europa und noch mehr Migranten – viel mehr – ist in der Tat das, was Europa vorherbestimmt ist.

Auf der UNO-Konferenz zu syrischen Flüchtlingen in Genf am 30. März gab Italiens Außenminister Paolo Gentiloni die Gesamtzahl der Asylsuchenden in Italien in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 mit 18.234 an. Das sind bereits 80% mehr als im selben Zeitraum 2015.

Nach Angaben von Paolo Serra, dem Militärberater von Martin Kobler, Botschafter der UNO in Libyen, werden sich derzeit in Libyen befindliche Migranten in großer Zahl in Richtung Italien aufmachen, wenn das Land nicht stabilisiert wird. „Wenn wir nicht eingreifen, dann könnte es bis Ende 2016 [in Italien] 250.000 Neuankömmlingen geben“, sagte er. Gemäß dem französischen Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian liegt die Zahl weit höher: 800.000 Migranten warten aktuell auf libyschem Staatsgebiet darauf das Mittelmeer zu überqueren.“  (…)

http://de.gatestoneinstitute.org/8010/europa-migrationskrise