Medienspiegel

Muslime sind schwerer zu integrieren

Montag, 09.05.2016, 11:33 · von FOCUS-Online-Autorin

„Wer soll nach Deutschland kommen, wer darf zu Deutschland gehören? Die wirre Diskussion bei „Anne Will“ zeigt: Das Land ist komplett zerrissen in der Flüchtlingsfrage. Klare Ansagen machte vor allem der Migrationsforscher Ruud Koopmans.“

„Für manche war der größte Erfolg des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff sein Satz, der besagte, der Islam gehöre zu Deutschland. Der Rest seiner Amtszeit war dann damit belegt, die größeren und kleineren Vergehen Wulffs zu zerfieseln. Jetzt hat CDU-Politiker Volker Kauder seinerseits klargestellt, der Islam gehöre eben gerade nicht zu Deutschland. Anlass für „Anne Will“, sich dem Thema Integration zu widmen.

Gelingt der Regierung jetzt der „große Wurf“ mit dem Integrationsgesetz, wie Innenminister Thomas de Maizière glaubt? Es sieht unter anderem vor, dass Flüchtlinge den Wohnort nicht selbst wählen dürfen und dass sie Deutschkurse besuchen müssen. Es sieht auch vor, Verstöße stärker zu sanktionieren. Ist das falsch?

Ja, sagt bei „Anne Will“ Linken-Politiker Dietmar Bartsch, weil Bestrafung nicht zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl führe. Ja, sagt Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, weil Flüchtlinge unter Generalverdacht gestellt würden. Und Nein sagt Frauke Petry, AfD-Sprecherin, weil das Integrationsgesetz an sich unnötig sei. Denn man solle doch bitteschön davon ausgehen, dass die meisten Flüchtlinge wieder in die Heimatländer zurückgingen, ergo gar keiner Integration bedürfen.“ (…)

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/tv-kolumne-anne-will-forscher-muslime-sind-schwerer-zu-integrieren_id_5511665.html

Kommentar GB:

Die Vorstellung, der Islam müsse „gleichgestellt“ und „toleriert“ werden, sie ist ein Irrtum, weil er die islamische Akkulturation – und damit generell die Islamisierung – fördert statt sie zu bekämpfen.

Integration ist aber nur dann und nur dadurch möglich, dass immigrierte Muslime sich aus eigener Einsicht und aus eigenem Willen auf den langen Weg der Assimilation machen, statt in Europa akkulturalistisch an der islamischen Kultur festzuhalten, statt diese zu behaupten, und erst recht, statt diese offensiv gegen die Mehrheitskultur zu wenden.

Die Mehrheitsgesellschaft muß Muslimen und muslimischen Immigranten diesen Weg hin zur Assimilation nahelegen und ermöglichen, und sie muß ihn energisch einfordern, während zugleich akkulturative Tendenzen offensiv bekämpft werden müssen. Das ist bisher gerade nicht so geschehen, und das ist ein fundamentaler politischer Fehler, der dringend korrigiert werden muß, und zwar mit der nötigen Deutlichkeit.