Gender-Professorinnen im Parlament

Gender: „Kapieren, wie Macht funktioniert“

Eine Genderdebatte im Abgeordnetenhaus: Wie Berliner Professorinnen ihre Wissenschaft verteidigen.

Professorinnen im Parlament. An sechs Thementischen wurde im Berliner Abgeordnetenhaus über Genderforschung diskutiert – wenn auch…

Anja Kühne/Anna-Lena Scholz
 
Seit geraumer Zeit fungiert „Gender“ als Kampfvokabel. Der „Genderismus“ soll demnach eine totalitäre Ideologie sein, die uns das Geschlecht aberziehen und Kinder frühsexualisieren will, ruft es nicht nur aus der AfD, Pegida oder dem Kreis der „Besorgten Eltern“, sondern auch aus den Feuilletons bürgerlicher Zeitungen. Die Genderforschung an den Hochschulen fühlt sich von den nicht enden wollenden Kampagnen inzwischen dermaßen unter Druck gesetzt, dass sich ihre Berliner Vertreterinnen, Professorinnen aus verschiedenen Disziplinen, nun zu einer unkonventionellen Maßnahme entschlossen. Um ihre Forschung zu verteidigen, trafen sie sich in der vergangenen Woche mit der Politik und der interessierten Öffentlichkeit zu einem Austausch im Berliner Abgeordnetenhaus. „Dialog statt Hass“, lautete die Devise.

0,4 Prozent aller Professuren sind für Gender denominiert

Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft der Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg). Die Seite der Politik wurde von der Überparteilichen Fraueninitiative e.V. (üpfi) repräsentiert, die seit fast 25 Jahren engagierte Frauen aus den Fraktionen des Abgeordnetenhauses und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens verbindet – und der Genderforschung sehr freundlich gesonnen ist: „Durch die Genderforschung habe ich erst richtig kapiert, wie Macht funktioniert“, sagte die üpfi-Sprecherin und FDP-Politikerin Carola von Braun gleich zum Auftakt. Die anwesenden Genderprofessorinnen trugen an diesem Abend also Eulen nach Athen.

Wie kommt es, dass sich so aggressiver Widerstand gegen ein so kleines Forschungsgebiet formiert hat?, fragte Sabine Hark, Soziologin an der TU Berlin, in ihrem Einführungsvortrag. Von bundesweit hauptamtlich besetzten 35.000 Professuren sind nur 0,4 Prozent der Genderforschung gewidmet, die meisten davon aus einer Disziplin heraus (Germanistik, Wirtschaft usw.). Von dem behaupteten „Boom“, der angeblich Millionen bis Milliarden schlucke, könne gar keine Rede sein. (…)

http://www.tagesspiegel.de/wissen/gender-professorinnen-im-parlament-gender-kapieren-wie-macht-funktioniert/13657076.html

„Durch die Genderforschung habe ich erst richtig kapiert, wie Macht funktioniert“, sagte die üpfi-Sprecherin und FDP-Politikerin Carola von Braun gleich zum Auftakt. Die anwesenden Genderprofessorinnen trugen an diesem Abend also Eulen nach Athen.“

Kommentar GB:

Was damit gemeint ist, das ergibt sich hieraus:

http://www.berliner-zeitung.de/figaro-affaere-auf-dem-hoehepunkt–ex-landesvorsitzende-gibt-alle-aemter-auf-carola-von-braun-warf-das-handtuch-17411376

Wie man sich durch politische Macht selbst bereichert, das also wissen Carola von Braun und die Genderprofessorinnen sehr genau.

Die Gender – Professorinnen kommen auf die Stellen wie die Misteln auf die Bäume, und zwar, indem sie Macht und feministische Ideologie zu ihren Gunsten nutzen und „Politische Renten“ einstreichen. Das scheint im Land Berlin besonders einfach zu sein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Rente

Im übrigen ist die oben hervorgehobene Textpassage Kandidat für die „größte anzunehmende Dummheit“ (GAD).

„Dialog statt Kritikunfähigkeit“, das ist es, was zu fordern wäre. Und wenn immer nur Genderistinnen sich mit Genderistinnen im Berliner Stuhlkreis mutmaßlich der Grünen treffen, dann werden sie auch in hundert Jahren nichts Neues jemals gehört haben. Denn sie haben alle dieselbe Ideologie. Und Ideologie ist eben falsches Bewußtsein – und nicht Wissenschaft.

Günter Buchholz: Anmerkungen zur Sinnhaftigkeit der „Gender Studies“ im Wissenschaftssystem

http://www.huffingtonpost.de/guenter-buchholz/gender-studies-sind-aberg_b_9660156.html

Rezensionen: Ulrich Kutschera – Das Gender-Paradoxon

Genderkritik: Leseprobe – Axel Meyer: Adams Apfel und Evas Erbe

Buchtipp: Markus Meier – Lernen und Geschlecht heute