Medienspiegel

Linke Männerpolitik, organisierte Liebe und lechte Illtümel

„lichtung

manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum

(Ernst Jandl)

Zu der Frage, wozu eigentlich eine linke Männerpolitik gut sein solle, hat es hier schon verschiedene Texte gegeben – einen von Leszek, einen auch von mir selbst. Ich hab zudem schon vor Wochen begonnen, etwas zu einer kurzen Diskussion zu schreiben, die eben zu diesem Thema im Blog Alles Evolution geführt worden war. Da ich allerdings gerade damit beschäftigt war, Abiturklausuren zu lesen, hat sich dieser Text hingezogen. Nun aber bin ich mit den Klausuren vorzeitig fast fertig, und so hab ich auch guten Gewissens meinen Text beenden können.

Es geht dabei ganz allgemein um die naheliegende Frage, was Kübra Gümüşays tränenreiche Rede zur organisierten Liebe auf der re:publica, die deutsche Linke, der amerikanische Wahlkampf und die Notwendigkeit einer linken Männerpolitik eigentlich miteinander zu tun haben.“

Linke Männerpolitik, organisierte Liebe und lechte Illtümel

hierzu eine Kritik:

Rechts, links, geradeaus

und ergänzend:

https://www.freitag.de/autoren/guenterbuchholz/von-der-frauenemanzipation-zur-frauenprivilegierung

https://le-bohemien.net/2013/06/18/was-ist-heute-links/

https://le-bohemien.net/2013/09/26/politische-linke-und-feminismus/

https://le-bohemien.net/2014/10/18/frauenquote-das-subventionierte-geschlecht/

https://le-bohemien.net/2014/11/27/gender-mainstreaming-radikaler-biologismus/

Weshalb diejenigen, die sich selbst als Linke (i. w. S.) verstehen oder darstellen, Feminismus irrig als politisch links (statt rechts; s. o.) ansehen, das kann eigentlich nur damit erklärt werden, dass sie die feministische Ideologie (Gender Equality & Gender Mainstreming; Gender Studies) ebenso unkritisch wie gedankenlos übernommen und akzeptiert haben. Diskutanten, die das erkennen lassen, nehme ich daher intellektuell nicht ernst. Unsinnig ist es ebenso, Homophilie als „links“ einzuordnen, obwohl Homophilie eben lediglich Homophilie war, ist und bleiben wird. Genauso übrigens ist es Quatsch, „Familie“ als „rechts“ einzuordnen.

Der höchste Grad an Absurdität wird jedoch erreicht, wenn eine irrationale und extrem reaktionäre, rechtsradikale Ideologie wie der Islam als ein von (angeblich) Linken zu protegierendes und zu förderndes Kulturgut gepriesen wird. Das ist blanker Irrsinn.

Es gibt auch noch Kombinationen: zum Beispiel, wenn lesbisch-feministische Frauen sich mit bekennend-islamischen Migrantinnen identifizieren, und für den Islam werben. Nun ja.

Das alles ist rinks. Mehr oder weniger radikal rinks. Und mitten im Moor des GG.

Falls nun, möglicherweise, die rinke Linke nicht meht rechts sondern links sein will, weil ihr sonst die Wähler abhanden kommen (und damit die Abgeordnetenmandate und all die ebenso netten wie fetten Pöstchen), die nämlich weitaus weniger dämlich sind, als die rinken Parteiführungen, dann muß man sich von denen trennen, die rinks, aber nicht links sind.

Gewiß, die Wahrheit schmerzt. Aber darauf käme es an.