Medienspiegel

Populismus: Verfemte Volksnähe

Veröffentlicht

Kommentar von Joachim Güntner 3.5.2016

„Populisten artikulieren den Unwillen vieler gegen eine Politik von oben.

Programmatisch sind sie schwer zu fassen.

Ein Establishment, das sie als Demagogen abtut, macht es sich zu einfach.“

„Populär sein ist gut, Populist sein ist schlecht. Erregt sich da jemand über die Euro-Zone, über hohe Steuern, über Einwanderer, über Bürokratie und die Regierung auf eine Art, die dem Konsens der Politiker an der Macht zuwiderläuft, aber eben damit überraschend breiten Zuspruch findet? Man nenne ihn einen «Populisten» – und schon ist er desavouiert als einer, der Politik aus dem Bauch heraus betreibt, hemdsärmelig auftritt, grobe Töne spuckt, Sachverhalte versimpelt und Ressentiments schürt.

Jedenfalls ist das die gängige Meinung. Wäre sie zu revidieren, der Populismus zu rehabilitieren? In Amerika hat er ein weit besseres Renommee als in Westeuropa.“ (…)

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/populismus-verfemte-volksnaehe-ld.17600