Medienspiegel

SPD-Regierungschefin: Genervt kämpft Hannelore Kraft um den Machterhalt

NRW-Ministerpräsidentin Kraft wirkt erschöpft und lustlos. 2017 will sie die Wiederwahl schaffen – trotz sinkender Werte und Dauerattacken von CDU und FDP. Eine Parteifreundin könnte ihr zeigen, wie.

(…) „NRW steht in vielen Bereichen schlechter da als die anderen Bundesländer, sei es beim Wirtschaftswachstum, beim Schuldenabbau, bei der Kinderbetreuung, bei der inneren Sicherheit. Das war teilweise schon so, bevor Kraft im Jahr 2010 gewählt wurde. Doch spätestens nach ihrer vorgezogenen Wiederwahl 2012 sind die Probleme des Landes die von Hannelore Kraft geworden. Und die Landeschefs von CDU und FDP, Armin Laschet und Christian Lindner, weisen erwartbar bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit auf Krafts Mitverantwortung dafür hin.“ (…)

http://www.welt.de/politik/deutschland/article155544140/Genervt-kaempft-Hannelore-Kraft-um-den-Machterhalt.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundestagswahl-2017-wer-in-der-spd-kann-kanzler-14243467.html

http://www.tagesspiegel.de/politik/die-spd-und-sigmar-gabriel-die-frage-lautet-stuetzen-oder-stuerzen/13622948.html

Kommentar GB:

So leid es mir tut, aber es spricht sehr wenig dafür, dass es Mittel und Wege gäbe, die Abwärtstendenz der Rumpf- und Schrumpf-SPD umzukehren.

Es wird nicht in der SPD nicht verstanden, daß es um die eigenen Fehler geht, und um durch eigene Schuld verspieltes Vertrauen. Beides ist äußerst schwerwiegend. Die Mitglieder sind gegangen, die Wähler sind gegangen, aus jeweils triftigen Gründen, und diese Tendenz wirkt weiter. Es wäre Sache der Parteiführung, ihn umzukehren. Aber dazu gehörte erstens Einsicht, mit der allerdings nicht gerechnet zu werden braucht, und zweitens gehörte dazu eine personelle Erneuerung, die aber mangels hinreichend qualifizierter Mitglieder schwerlich kommen kann. Denn: wäre dies nicht so, dann wären diese Qualifizierten bereits jetzt in den Ämtern, die derzeit leider von anderen besetzt sind.

Es wäre übrigens naiv anzunehmen, daß ein Wechsel an der Spitze etwas  zum Besseren ändern könnte.

Ein Wechsel mag kommen, aus Ratlosigkeit, aus Verlegenheit, aber er wird voraussichtlich nichts bringen. Das ist nicht mehr zu erwarten.