Medienspiegel

Wie halten wir es mit dieser Religion?

Integration per Gesetz verordnen oder der Zuwanderung ihren Lauf lassen: Das ist bei „Anne Will“ die Frage.

Spannend wird es, als es um den Islam geht – und Frauke Petry nicht mehr weiter weiß.

09.05.2016, von Michael Hanfeld

(…) „Schwung bekommt die Sache erst, als der Integrationsforscher Ruud Koopmans, der darauf verweist, dass eine Einwanderungsgesellschaft sehr wohl das Recht hat, Hinzukommende in die Pflicht zu nehmen, und erwähnt, dass Muslime in den westlichen Gesellschaften zu den am wenigsten integrierten und am wenigsten erfolgreichen Gruppen zählen. Das passt Frauke Petry selbstverständlich in den Kram – und Lamya Kaddor, die nun wirklich nicht Vertreterin eines irgendwie konservativen Islams ist, selbstverständlich gar nicht. Der Befund, Religion sei ein wichtiger Faktor bei der Integration, erscheint ihr zu pauschal, Dietmar Bartsch goutiert es nicht, dass man über „die Syrer“ oder „die“ Flüchtlinge spricht. Thomas de Maizière verfällt in den ihm eigenen Abwägungsmodus: Ein extremistischer Islam gehöre nicht zu Deutschland, ein aufgeklärter selbstverständlich doch. Das klingt so, als könnten wir uns das aussuchen und hätten nicht schon längst beides im Land, den selbstverständlich aufgeklärten Islam als auch die fanatisierten Bombenleger.“ (…)

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-anne-will-wie-halten-wir-es-mit-dieser-religion-14222383.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Erdogans Weg in eine islamische Türkei…

http://www.heise.de/tp/artikel/48/48186/1.html

Kommentar GB:

Die sozioreligiöse Doktrin „Islam“ ist fundamental zu kritisieren, d. h. eine Religionskritik ist dringend notwendig.

Die Integration von Muslimen ist erfahrungsgemäß schwierig, aber sie ist nicht unmöglich.

Es braucht dazu Integrationsangebote der Gesellschaft (Spracherwerb und Bildung).

Aber deren Gelingen hängt davon ab, inwieweit die Muslime selbst motiviert sind, den meist längeren Weg in Richtung auf eine Assimilation einzuschlagen.

Ein Mißlingen von Integration wird durch die Neigung zu selbstabgrenzenden, proislamischen, akkulturativen Verhaltensweisen bestimmt, häufig unter dem Deckmantel der „Religionsfreiheit“.

Und sie ist bereits gescheitert, wenn von der Gesellschaft eine Anpassung an den Islam eingefordert wird:

Islam gehört nicht zu Deutschland aber Deutschland gehört zum Islam!

Es wäre ein schwerer Fehler, wenn es die Gesellschaft versäumte, alles zu tun, damit eine islamische Akkulturation vermieden werden kann, etwa mit der fehlgehenden weiten Auslegung der Religionsfreiheit im Geltungsbereich des Grundgesetzes (siehe hierzu: Prof. Schachtschneider).

Der aktuelle und schwerwiegende Fehler der Integrationspolitik besteht darin, dass in falscher Großzügigkeit alle akkulturativen Verhaltensweisen (solange sie nicht in den Djihad übergehen, was dann den Sicherheitsstaat auf den Plan ruft) aktiv, d. h. ausgesprochen wohlwollend toleriert und sogar staatlich gefördert werden. Durch auch noch politisch geförderte Akkulturation erreicht man aber keine Integration, sondern eine Islamisierung der Gesellschaft, die mehrheitlich nicht gewollt wird, und zwar aus sehr guten Gründen.

Statt dessen wären akkulturative Forderungen zu erschweren, weil solche Entwicklungen prinzipiell in die falsche Richtung gehen und nicht geduldet werden dürfen.

Gesellschaft und Staat müssen aktiv eine tendenzielle Assimilation einfordern und zugleich akkulturativen Tendenzen entgegenwirken.

Das ist die Aufgabe, die sich der Gesellschaft – und besonders der Politik – stellt.

Siehe:

(…) „Erdoğans Religionsbehörde regiert in Deutschland in den muslimischen Gemeinden

Über die staatliche Religionsbehörde Diyanet und ihrem Deutschland-Ableger DITIB wird künftig auch die Politisierung der sunnitisch-muslimischen Bevölkerung in Deutschland in seinem Sinne generalstabsmäßig organisiert werden.

Das türkische Religionsamt hat offiziell 1.000 Imame nach Deutschland geschickt. Neue Moscheen und Gebetsräume werden flächendeckend in Deutschland von der türkischen Regierung gebaut. Die Imame arbeiten in den deutschen Gemeinden als Prediger und Seelsorger, aber eben auch als politische Agitatoren Erdoğans.

In der Regel verweilen sie nur wenige Jahre in Deutschland. Sie verbreiten eine orthodox-sunnitische, osmanisch-repressive Religionsauffassung und schüren zuweilen auch Antisemitismus. Deutsche Sicherheitsbehörden sind alarmiert.“ (…)

http://www.heise.de/tp/artikel/48/48186/1.html

und

http://diepresse.com/home/kultur/literatur/4983488/Koln-und-die-Frau-als-offentlicher-Platz