Medienspiegel

TV-Talk: Hendricks drängt auf Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare

„Sie ist Bundesministerin, Katholikin – und lebt mit einer Frau zusammen: In einem Fernsehinterview fordert die SPD-Politikerin Barbara Hendricks jetzt eine Ehe-Reform für Schwule und Lesben.“

„Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat in einer Talkshow die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare gefordert. In der Reihe „Caren Miosga interviewt…“ spricht sie zudem ausführlich über ihre Partnerschaft mit einer Frau. Die Sendung wird am Donnerstagabend ausgestrahlt und wurde vorab aufgezeichnet.“ (…)

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/barbara-hendricks-draengt-auf-oeffnung-der-ehe-fuer-homosexuelle-paare-a-1092826.html

Kommentar GB:

Hendricks hat, soweit mir bekannt ist, maßgeblichen Einfluß auf die Durchsetzung der innerparteilichen Frauenprivilegierung in der SPD gehabt, siehe im einzelnen:

http://cuncti.net/politik/528-das-neue-buch-von-klaus-funken-zum-150sten-keine-festschrift

http://cuncti.net/component/search/?searchword=Klaus%20Funken&searchphrase=all&Itemid=113

Volker Zastrow hat früh (2006) auf die besondere politische Rolle dieser hier angesprochenen Personengruppe, zu der Hendricks gehört, aufmerksam gemacht:

http://www.faz.net/aktuell/politik/gender-mainstreaming-politische-geschlechtsumwandlung-1327841.html#/elections

Wenn man nun fragt, warum sich die SPD im Niedergang befindet, dann ist die Antwort darauf eine doppelte.

Erstens, und hauptsächlich, dass sie, anstatt die Interessen der Arbeiter und Angestellten wahrzunehmen, wofür sie einmal gegründet worden ist, gegen deren Interessen (für das Kapital) sie aber gewirkt hat (Schröder/Agenda 2010), und noch wirkt (Gabriel/TTIP).

Zweitens, dass sie sich, unter anderem, um hiervon abzulenken, statt dessen sehr um die Privilegierungs-Interessen von Frauen und um die sehr speziellen Interessen von kleinen Minderheiten (< 5% ; wie den hier angesprochenen) bemüht hat und noch bemüht, wie der obige Artikel belegt.

Das Resultat ist eine selbstverschuldete Identitäts- und Vertrauenskrise der Partei, aus der mittlerweile auch eine Personalkrise geworden ist.

Warum läuft Herr M. Amok?

Wer, außer den Nutznießerinnen und sonstigen Vorteilsnehmern, braucht eine solche SPD?

Mitglieder sind massenhaft ausgetreten, Stammwähler verweigern sich oder wechseln zu anderen Parteien. Und die SPD-Führung weiß genau, wer schuld ist, natürlich „die üblichen Verdächtigen“, wer sonst, also „die Populisten“.

Nun ja, wenn der Schrumpf-SPD weiter nichts dazu einfällt, dann ist das Kapitel SPD ohnehin demnächst beendet; in Baden-Württemberg ist das bereits geschehen.

Und in Österreich hat auch die SPÖ ganz ähnliche Probleme:

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/4991177/Auf-zum-letzten-Gefecht-Zu-welchem-Genossen