Medienspiegel

Unten gegen oben!

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Interview: Ferdinand Knauß mit Dr. Konrad Adam

(…) „Vor einigen Monaten haben Sie den thüringischen AfD-Fraktionschef Björn Höcke kritisiert. Sind er und die radikaleren Kräfte in der AfD durch den Parteitag und das jetzt beschlossene Grundsatzprogramm gestärkt worden?

Das glaube ich nicht. Die gängigen Begriffe rechts und links haben sich verlaufen, sind austauschbar geworden. Entscheidend ist, ob die soziale Komponente, die Verpflichtung auf das Gemeinwohl, Bestandteil des Programms bleibt. Statt des längst unbrauchbar gewordenen Rechts-Links-Schemas scheint mir der wachsende Gegensatz von oben und unten das eigentliche Problem der Zukunft zu sein. Das Auseinanderklaffen der Vermögensverhältnisse hat Ausmaße angenommen, die den Zusammenhalt der Gesellschaft gefährden; ähnliches gilt für den engeren Bereich der Politik: Der Abstand zwischen dem Volk und seinen Vertretern, zwischen Regierenden und Regierten dürfte noch nie so groß gewesen sein wie heute, er gefährdet die Substanz der Demokratie. Die AfD ist eine der wenigen politischen Kräfte, die das Problem wenigstens erkannt haben und nach einer Antwort suchen.“ (…)

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/nach-dem-afd-parteitag-marktversagen-muss-der-staat-korrigieren/13538296.html