Medienspiegel

Warum der orthodoxe Islam mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist

von Uwe Lehnert

„Uwe Lehnert ist vor allem durch sein Buch „Warum ich kein Christ sein will – Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung“ bekannt. Er äußert sich auch regelmäßig zu religions- und kirchenkritisches Themen.“

(…) „Warum lehne ich den Islam, wie er sich weltweit und in zunehmendem Maße auch in Europa und Deutschland ausbreitet, als Religion ab?

Warum ist der Islam, wie er im Koran beschrieben wird, mehr als ein religiöser Glauben, dem nicht die Religionsfreiheit gewährt werden kann, wie sie im Grundgesetz verbürgt wird?

Die von den Repräsentanten des Islam vertretene Glaubenslehre ist eine polit-religiöse Ideologie, die über ihr spirituelles Angebot hinaus den Anspruch erhebt, das individuelle wie das gesamtgesellschaftliche Leben nach den Vorgaben des Koran, der Hadithe (Überlieferungen) und der Scharia verbindlich zu gestalten. Dieser Anspruch ist grundgesetzwidrig, insbesondere weil er alle Mitglieder einer Gesellschaft einbezieht, unabhängig davon, ob sie sich zum Islam bekennen oder nicht.

In den Ländern Europas, in denen der Islam noch keine Möglichkeit hat, seine aus dem Koran abgeleiteten Forderungen politisch durchzusetzen, begnügt man sich muslimischerseits, diese vorerst nur auf muslimische Glaubensangehörige anzuwenden. In Ländern, in denen der Islam zur Staatsreligion erhoben wurde – viele Länder des arabischem Raums, Beispiel Saudi-Arabien, auch einige ostasiatische –, gelten die islamischen Gesetze grundsätzlich für alle Bürger, gleichgültig welchen Glaubens oder Nichtglaubens sie sind.

Dieser orthodoxe Islam wird vertreten in Deutschland zum Beispiel von der DITIB, einer von der türkischen Religionsbehörde personell und finanziell vollständig kontrollierten muslimischen Organisation. Auch von Milli Görüs, einer muslimischen Organisation, die aus guten Gründen wiederholt ins Visier der deutschen Sicherheitsbehörden geraten ist. Ebenso verdächtig ist der Zentralrat der Muslime (ZMD) unter der Führung von Aiman Mazyek. Ein Mitglied des ZMD ist die Islamische Gesellschaft in Deutschland (IGD). Für den bayerischen Verfassungsschutz ist die IGD ein Tarnverein für die islamistische und antidemokratische Muslimbruderschaft. Ein weiteres Mitglied im ZMD ist die Union der Türkisch-Islamischen Kulturvereine in Europa (ATIB), den wiederum der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz als Tarnverein den ultra-nationalistischen und faschistoiden Grauen Wölfen zuordnet. Was von den muslimischen Verbänden, die in erster Linie politisch agieren, dabei aber nur rund 15 Prozent der Muslime in Deutschland repräsentieren, ganz allgemein zu halten ist, kann hier nachgelesen werden: Der Bock als Integrationsgärtner (Bayernkurier, 18.11.2015).“  (…)

(Hervorhebungen GB)

http://de.richarddawkins.net/articles/warum-der-orthodoxe-islam-mit-dem-grundgesetz-nicht-vereinbar-ist

Kommentar GB:

Hier einige aus meiner Sicht offene Fragen:

Gibt es neben dem orthodoxen Islam noch einen nicht-orthodoxen Islam?

Wäre ein solcher nicht schon begrifflich eine Häresie, die nicht zu dulden wäre?

Ist mit diesen Ausdrücken jeweils die Doktrin gemeint?

Was spräche, falls es Unterschiede in der Doktrin geben sollte, im Unterschied zum orthodoxen Islam ggf. für einen nicht-orthodoxen Islam?

Oder ist mit nicht-orthodoxem Islam lediglich eine Form weicher oder lässiger islamischer Praxis gemeint?

Leute, die sich selbst als Linke i. w. S. begreifen, sollten, wenn sie denn bei Verstand sind, realisieren, dass sie sich in einem Selbstwiderspruch befinden, wenn sie sich einerseits gegen vermeintliche oder tatsächliche Elemente des alteuropäischen Faschismus wenden, andererseits aber für eine altarabisch-islamfaschistische Bewegung als Dulder, Förderer oder Unterstützer auftreten; hoffentlich „nur“ deswegen, weil sie diese fundamental mißverstehen. Aber schon das ist schlimm genug, schädlich und korrekturbedürftig.  –  Ergänzend:

http://de.richarddawkins.net/articles/interview-mit-eric-allen-bell-teil-1