Medienspiegel

Warum läuft Herr M. Amok?

Veröffentlicht

Thomas Rietzschel / 18.05.2016

„Um Heiko Maas steht es schlimmer als gedacht. Der Bundesjustizminister läuft Amok. Er verliert zusehends den Durchblick. Als er dem staunenden Volk Anfang des Jahres erklärte, „kein Gesetz, auch nicht das Grundgesetz“ könne „der Bundesregierung“ vorgeben, was sie tun und zu lassen habe, mochte man noch von einem plötzlichen Blackout ausgehen. Warum sollte nicht auch der Bundesjustizminister im Zustand der Überarbeitung einmal rechts und links verwechseln. Kann doch jedem passieren, dass ihm die Hutschnur platzt, dass er denen das Wort abschneiden möchte, die nicht aufhören wollen, Kritik zu üben.“ (…)

http://www.achgut.com/artikel/warum_laeuft_herr_m._amok

Kommentar GB:

Tja, warum?

Vielleicht schlicht deswegen, weil er in diesem Amt vermutlich überfordert ist?

Woran sich nun zeigte, dass er möglicherweise von Anfang an eine Fehlbesetzung war?

Könnte doch sein …

Wenn man bedenkt, dass der SPD die Hälfte ihrer Mitglieder verloren hat, und wenn man hypothetisch und etwas vergröbert annimmt, dass das nicht die schlechtere, unqualifizierter Hälfte gewesen ist, sondern die bessere, qualifiziertere Hälfte, dann könnte sich damit das in der SPD leicht erkennbare Personalproblem im Bund und in den Ländern erklären lassen, und es würde so auch erklärbar, warum der Partei anscheinend nichts mehr zur Lösung ihrer Probleme einfällt. Statt dessen weist man lieber auf andere, die angeblich schuld wären.

Das jetzige Regierungspersonal in Bund und Ländern würde dann genau dieses Problem widerspiegeln. Was kann man erwarten, wenn aus diesem Grund sogar auf Leute zurückgegriffen werden muß, die früher schwerlich auch nur näherungsweise ministrabel gewesen wären? Man kann dann eben nichts anderes als das erwarten, was heute täglich beobachtet werden kann.

Es ist ja nicht so, dass unerkennbar wäre, was die SPD alles falsch macht. Im Gegenteil: aber sie wollen das doch gar nicht wissen, weil – wieder einmal – „nicht sein kann was nicht sein darf“.

Also betrachten wir das anscheinend nicht aufhaltbare weitere Abrutschen der SPD, sei es mit Melancholie, sei es mit Häme, je nachdem.