Wie die Germanen beinah die Welt erobert hätten

Rainer Grell, Gastautor / 02.05.2016

„Mein Gott, ist das ein Durcheinander: Da spricht Hamed Abdel-Samad vom islamischen Faschismus, Aiman Mazyek rückt die AfD in die Nähe der NSDAP, während Petry und Co. den Herrschaftsanspruch des Islams als allgemeingültige Religion im Widerspruch zum Grundgesetz sehen, was Mazyek wiederum mit dem Vorwurf kontert, die AfD selbst sei nicht grundgesetzkonform. Ach ja, und dann unterstützten einige Presseerzeugnisse die These des ZMD-Vorsitzenden, die Juden von heute seien die Muslime. Islamophobie statt Antisemitismus sozusagen. Demgegenüber war für Winston Churchill Hitlers „Mein Kampf“ „der neue Koran von Glaubensbekenntnis und Krieg: schwülstig, wortreich und formlos, aber von seiner Sendung getragen.“ Da hilft nur tief durchatmen und den Dingen auf den Grund gehen. Es jedenfalls zu versuchen.

Die Verbindung zwischen dem Nationalsozialismus und dem Islam liegt nicht nur im Totalitarismus beider Ideologien (Ayatollah Chomeini: „Im Westen ist die Religion nur ein Teil des Lebens. Im Islam ist das Leben nur ein Teil der Religion.“) und im gemeinsamen Hass auf die Juden, sondern auch im Gedanken der überlegenen Rasse (Sure 3, 110: „Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschheit hervorgebracht wurde.“). Deswegen urteilte Hitler über den Islam: „Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen – das Christentum ist so etwas Fades –, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.“

Nur am Rande: Hitler war Katholik und blieb es bis zu seinem Tod; die katholische Kirche hat den Massenmörder nie exkommuniziert, sondern nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs etlichen Nazigrößen zur Flucht in Länder verholfen, mit denen kein Auslieferungsvertrag bestand, wie Ernst Klee in seinem Buch „Persilscheine und falsche Pässe, Wie die Kirchen den Nazis halfen“ (1992) dargestellt hat.“ (…)

„Nationalsozialismus und Islam

Auch „Reichsführer SS Heinrich Himmler schwärmte für die weltanschauliche Verbundenheit zwischen Nationalsozialismus und dem Islam. Die Ideologie der Muslimbruderschaft, die aus dem Koran abgeleitet wurde, schien sich in einigen Punkten mit der der Nationalsozialisten zu decken – insbesondere bei der Judenfrage.“  (…)

„Rechts und Links sind politische Kampfbegriffe, die vielen als Ersatz für Argumente dienen. Rechts sind die Bösen, links die Guten. Fertig.

Merkwürdig ist nur, dass bei der Betrachtung der so genannten Rechten und der Muslime unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden.

Wobei ich hier mit „Muslimen“ in erster Linie die „Berufsmuslime“, die Funktionäre der islamischen Verbände meine und nicht die vielen bei uns lebenden Menschen islamischen Glaubens, die den Koran genauso wenig kennen wie die meisten Christen die Bibel. „Die Mehrheit der Muslime in Deutschland lebt Religion ganz für sich und taucht genau deswegen in den Diskussionen über den Islam nie auf. Dort agieren immer ein und dieselben Verbandsvertreter, die den Islam politisch für sich instrumentalisiert haben“, wie Güner Yasemin Balci beobachtet hat.

So hat der deutsche Professor syrischer Herkunft Bassam Tibi schon 2003 festgestellt: „Der Inhalt vieler antisemitischer Schriften in islamischen Sprachen weist offensichtliche Parallelen mit der NS-Ideologie auf. Umso mehr stellt sich die Frage: Warum empören sich die Deutschen nicht ebenso heftig über den islamistischen Antisemitismus wie über den neonazistischen? Warum reden deutsche Islam-Experten, die unablässig Verständnis für die islamische Kultur predigen, nicht auch von den Gefahren des Judenhasses, der nicht zuletzt in der deutschen Islam-Diaspora allgegenwärtig ist?“ “ (…)

„Koran und Sunna

Und der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM), der mit dem Bundes­innenminister und anderen Repräsentanten des Staates in der Deutschen Islamkonferenz sitzt, hat in seiner Geschäftsordnung vom 28. März 2007 festgelegt: „Koran und Sunna des Propheten Mohammed bilden die Grundlagen des Koordinierungsrats. Dieser Grundsatz darf auch durch Änderungen dieser Geschäftsordnung nicht aufgegeben oder verändert werden.“ Bisher hat noch niemand nachgefragt, wie sich diese Aussage mit dem Bekenntnis zur frei­heitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutsch­land verträgt, das einen Absatz vorher zum Ausdruck gebracht wird. Der Hinweis des Islamwissenschaftlers Tilman Nagel „Islam und Islamismus sind so lange nicht voneinander zu trennen, wie Koran und Sunna als absolut und für alle Zeiten wahr ausgegeben werden“, wird von Politik und Presse ganz einfach ignoriert.

Der Islam genießt Religionsfreiheit (Artikel 4 Grundgesetz, Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Men­schenrechte der UNO vom 10. Dezember 1948) und damit offenbar auch „Narrenfreiheit“. Dabei wird ebenso wenig problematisiert wie beim KRM, ob alles, was unter dem Label „Islam“ läuft, tatsächlich von der Religionsfreiheit gedeckt ist. Der Islam ist eine der großen „Weltreligionen“ und damit basta. Dabei ist es mittlerweile eine Binsenweisheit, dass es „den“ Islam gar nicht gibt. Wie das Christentum und andere Religionen tritt er in zahlreichen Erscheinungsformen auf, so dass mindestens die Frage gestellt werden müss­te, ob der Islam der Wahabiten, der Salafisten oder des Islamischen Staates auch vom Grundrecht der Religionsfreiheit gedeckt ist oder ob, profan gewendet, dieser nach den Worten eines früheren Bundespräsidenten und der Kanzlerin auch zu Deutschland gehört (was immer das konkret bedeuten mag).“ (…)

„Aber hören wir auf Thomas Mann, der den italienischen Literaten Ludovico Settembrini zu dem Protagonisten im „Zauberberg“, Hans Castorp, sagen lässt: „Prägen Sie sich immerhin ein, dass Toleranz zum Verbrechen wird, wenn sie dem Bösen gilt.“ Und ist es nicht das Böse, das aus dem folgenden Hadith (Ausspruch) des Propheten Mohammed spricht und damit zur Sunna gehört: „Ihr werdet die Juden bekämpfen, bis einer von ihnen Zuflucht hinter einem Stein sucht. Und dieser Stein wird rufen: ‚Komm herbei! Dieser Jude hat sich hinter mir versteckt! Töte ihn!'“

„Und wollen wir tatsächlich die Aufforderung des Koran an die Muslime tolerieren, sich keine Christen zu Freunden zu nehmen (Suren 4, 144; 5, 51)? Wie soll da Integration funktionieren? Karl Popper unterbreitet uns folgendem Gedankengang: „Weniger bekannt ist das Paradox der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Ver­schwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.

Henryk M. Broder hat es in seinem Buch „Kritik der reinen Toleranz“ (2008) auf den Punkt gebracht, wenn er das Vorwort mit der Überschrift versieht „Wir tolerieren uns zu Tode“ und am Ende (auf Seite 222) zusammenfasst: „Toleranz ist ein ungedeckter Wechsel auf die Zukunft, ein Angebot an den Sieger von morgen: Ich verschone dich heute, bitte merke es dir gut und verschone mich, sobald du an der Macht bist.“ “

„Menschenrechte unter Scharia-Vorbehalt

Denn was uns droht, wenn der Islam die Macht übernimmt, ist klar. Wenn die Muslime Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte fortsetzen wollten, brauchten sie nicht nach der Macht zu streben. Die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) von 1990, in der sich 57 islamische Staaten zusammengeschlossen haben (die Mitgliedschaft Syriens ruht allerdings seit 2012), stellt alle Menschenrechte unter Scharia-Vorbehalt. Und das bedeutet, die Gesetze Gottes stehen über allen von Menschen gemachten Gesetzen, also auch über demokratischen und rechtsstaatlichen Regeln.“  (…)

(Hervorhebungen GB)

http://www.achgut.com/artikel/wie_die_germanen_beinah_die_welt_erobert_haetten

Kommentar GB:

Noch Fragen, verehrte Islamophile?