Wunderbare Religion?

Rob Wainwright: Auf dem Schlachtfeld in Syrien und im Irak sicherlich. In Europa ist es eher ein Kampf um die Köpfe und Herzen junger Muslime. Ich spreche ungern von einem Krieg, weil das aus meiner Sicht die Terroristen aufwertet. Der sogenannte Islamische Staat macht aus einer wunderbaren Religion eine dreckige und bösartige Ideologie. (Hervorhebungen GB)

Die Welt: In Paris und Brüssel wurden viele Menschen brutal ermordet. Haben die Sicherheitsbehörden die Terrorgefahr unterschätzt?

Wainwright: Das denke ich nicht. Europol und auch die nationalen Polizeibehörden waren seit Jahren alarmiert. Es war klar, dass der IS mit aller Brutalität gegen Europa vorgehen wollte. Wir wussten, dass die Dschihadisten eigens eine Abteilung für Auslandsoperationen gegründet hatten, um den Terror auf die Straßen Europas zu tragen. Die belgischen Sicherheitsbehörden haben im Januar 2015 im ostbelgischen Verviers auch einen Anschlag verhindert.

Die Welt: Und dennoch wurden die verheerenden Anschläge verübt. Was lief schief?

Wainwright: Terrorismus-Bekämpfung ist sehr komplex. Es gab Informationen der Geheimdienste zu den späteren Attentätern, aber keine wirklich harten Hinweise auf bevorstehende Anschläge. Wir wissen von rund 5000 „foreign fighters“ aus Europa, die sich dem IS in Syrien und im Irak angeschlossen haben. Davon sind rund ein Drittel wieder zurückgekehrt.“ (…)

http://www.welt.de/politik/deutschland/article155342863/Weiche-Ziele-zu-attackieren-ist-erschreckend-einfach.html

Kommentar GB

„Der sogenannte Islamische Staat macht aus einer wunderbaren Religion eine dreckige und bösartige Ideologie.“

Abgesehen von der Frage, ob es sich hier mit Blick auf den Islam um schwarzen britischen Humor, oder um Ironie, oder um Sarkasmus, oder um eine diplomatische Formulierung handeln mag, sei auf das Buch von

Hartmut Krauss

Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung

Hintergrund Verlag: 4. Aufl., Osnabrück 2014

hingewiesen.