Medienspiegel

Das Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen funktioniert schlecht

Sebastian Kurz

Sebastian Kurz studierte Rechtswissenschaften in Wien. Später war er Mitglied der Jungen Volkspartei (JVP), dann Integrationsstaatssekretär. Der österreichische Politiker der ÖVP ist seit dem 16. Dezember 2013 Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres, zunächst in der Bundesregierung Faymann II und seit 17. Mai 2016 in der Bundesregierung Kern, einer Koalition von SPÖ und ÖVP.

Wir haben regelmäßig eine Abfrage des Integrationsklimas in Österreich und wenn man da genauer hinschaut und sich zum Beispiel den Integrationsbarometer anschaut, dann sagen 56% der Befragten, dass das Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen in Österreich „schlecht“ oder „eher schlecht“ funktioniert. Das alles sollte für uns nicht nur Grund zur Sorge sein, sondern es sollte vor allem auch Grund dazu sein, sich mit dem Thema „Islam“, „Islam in unserer Gesellschaft“ , „Entwicklung des Islams“ auch in Europa und Österreich ganz intensiv auseinanderzusetzen und ich glaube, wir werden uns daher innen einig sein, dass weder die Islamophobie noch das Schönreden von Problemen uns in diesen Fragen weiterbringt.

Der Islamismus hat definitiv keinen Platz in unserem Land

Ich glaube wir sind uns alle einig, dass es eine starke Notwendigkeit gibt auch zwischen dem Islam als Religion und dem Phänomen des politischen Islamismus zu unterscheiden. Der Islam als Religion ist in Österreich seit 1912 anerkannt, der politische Islamismus hat definitiv keinen Platz in unserem Land. Ich glaube, dass es gerade wenn die Zahl der Musliminnen und Muslimen in Österreich steigt und das für so viele Menschen ein emotionales Thema ist, es irrsinnig relevant ist, dass wir uns auch mit Fragen auseinandersetzen wie zum Beispiel der Frage:

„Wie entwickelt sich der Islam in Europa und was können wir tun, dass der Islam in Europa und in Österreich auch im Einklang mit unserer Rechts-und Werteordnung steht?“ “ (…)

http://www.theeuropean.de/sebastian-kurz–2/11042-der-islamismus-hat-keinen-platz-in-unserem-land

Kommentar GB:

Zitat: „Ich glaube wir sind uns alle einig, dass es eine starke Notwendigkeit gibt auch zwischen dem Islam als Religion und dem Phänomen des politischen Islamismus zu unterscheiden.“

Das mag wünschenswert sein, ja, aber ob das objektiv prinzipiell möglich, ob das realistisch und ob das angemessen ist, das eben ist die Frage. Es besteht hier, mit diesem Satz, das Risiko eines fundamentalen Irrtums, und der sollte ernst genommen werden. Und es wäre, wenn es denn ein Irrtum sein sollte, zu fragen, welche Folgerungen sich dann daraus ergäben.