Medienspiegel

Der Islam ist das Problem

Veröffentlicht

Von Gudrun Eussner

„Die Rolle des Islams im Sechstagekrieg

Der Historiker Michael B. Oren, Forscher am Shalem Center Jerusalem, Autor des Bestsellers Six Days of War. June 1967 and the Making of the Modern Middle East, hält die israelische und die US-Staatsbürgerschaft. Er hat in Princeton promoviert, und er ist ein Veteran der israelischen Armee im Rang eines Offiziers. Sein Buch ist zum Verständnis des Sechstageskrieges, vom 5. bis 10. Juni 1967, unabdingbar. Der New Yorker Verlag veröffentlicht auf den ersten Seiten des Buches Auszüge aus 25 positiven bis überschwenglichen Rezensionen, darunter die von Ehud Barak und Henry Kissinger. (1)

Frank E. Smitha lobt auf der Site MacroHistory die Fairness des Autors, der sich nicht von Vorurteilen treiben lasse, und einige arabische Wissenschaftler haben seine Leistung geschätzt und allgemein anerkannt. Das mag sein; es ist schade, daß Frank E. Smitha keine nennt. Tariq Ramadan jedenfalls, der im Westen von Universitäten hofierte Philosoph und Islamologe, gehört nicht dazu, genauso wenig wie der von der deutschen Außenpolitik so bezeichnete und gewürdigte muslimische Gelehrte Yusuf al-Qaradawi, der weltweit bekannte islamische Fundamentalist und Verherrlicher der Selbstmordattentate. Vergeblich sucht man auch eine Stellungnahme des Scheichs Muhammad Sayyed Tantawi, Grand Imam der Al-Azhar Universität, des akademischen Zentrums der sunnitischen Gelehrsamkeit. Sie alle äußern sich seit Jahren zu allem und jedem, mit und ohne Fatwa. (2)

Daniel Pipes hält Six Days of War für das beste Buch, das je zu diesem Thema geschrieben wurde. Seine Argumente, sie liegen in englisch und in deutsch vor, lohnen, sie anzusehen, hat er doch mit dem Autor Michael B. Oren und allen Rezensenten eines gemein: keiner von ihnen thematisiert die Rolle des Islams in dem Szenarium.“ (…)

(…) „Die Araber können keinem Friedensplan auf der Grundlage gegenseitiger Anerkennung zustimmen. Die Lehre des Islams verbietet es ihnen. Es wäre die freiwillige Aufgabe des Auftrages, die Welt zu islamisieren. Kein Muslim ist zu einem solchen Schritt befugt. Muslime verlassen den Kampfplatz nicht while ahead, sie verlassen den Kampfplatz nicht einmal, wenn sie verlieren. Das haben sie mit den Nazis gemein. Die Ideologie ist stärker, das Leben des einzelnen zählt nicht. Muslime glauben daran, daß Allah ihnen die Hand führt. Der Wahn, unbesiegbar zu sein trotz der bekannten desolaten Verfassung des ägyptischen Heeres, erwächst aus dem Glauben.

Solange das nicht erkannt wird, können noch so viele erstklassig zusammengetragene und ausgewertete Informationen nicht dazu führen, daß Frieden im Nahen Osten eintritt. Die Rolle des Islams in den arabischen Staaten führt dazu, daß auf Grund von Phantasien statt auf dem Boden der Tatsachen Politik gemacht wird, und die westlichen Staaten machen aus Eigeninteresse mit. Das ist bis heute so. Arabischen Herrschern, die sich davon befreien wollen, weil sie den Grund für die Rückständigkeit ihrer Länder erkennen, sind kaum Mittel an die Hand gegeben, sich aus der Umklammerung des mittelalterlichen Glaubens zu befreien. Hilfe erhalten sie jedenfalls keine. Die europäischen Staaten, allen voran die EU, arbeiten den reaktionärsten Kräften des Islams zu. Und wenn einmal einer ausschert, wie Nicolas Sarkozy, dann tritt eine geballte Phalanx von selbstgerechten Besserwissern auf den Plan.“ (…)

(Hervorhebung GB)

http://www.eussner.net/artikel_2007-08-12_23-03-45.html