Medienspiegel

Gender-Ideologie und Homophobie

„Der Politiker Jürgen Trittin (Die Grünen) hat im Zusammenhang mit der Asyl-Diskussion um sichere Herkunftsstaaten (Algerien, Marokko, Tunesien) am 14. Juni 2016 u. a. angemahnt, „Homosexualität werde in allen drei Ländern mit Gefängnis bestraft“ (Trittin: Maghreb-Staaten sind keine sicheren Herkunftsländer).

Hierzu ist anzumerken, dass afrikanische Staatsführer, wie auch z. B. Vladimir Putin (Russland) glauben, Homosexualität sei bei Männern ein frei wählbarer Life Style und daher an- bzw. aberziehbar. Gewähre man gemäß dieser Gender-Lehre homoerotisch veranlagten Männern alle Freiheiten, so verführen sie möglicherweise andere junge Geschlechtsgenossen, und dieser kinderlose Lebensstil könne sich in der Bevölkerung ausbreiten.

Da despotische Herrscher in Teilen Afrikas oder in Russland keineswegs einen Geburtenrückgang und somit ein Aussterben ihres Volkes befürworten, werden dort homosexuell veranlagte Männer (und Frauen) verfolgt und bestraft.

Diese Extremform der Homophobie, d. h. einer instinktiven Abneigung gegen gleichgeschlechtliche Handlungen, basiert auf der Annahme, eine homoerotische Veranlagung sei frei wählbar. Wie ich im Fachbuch Das Gender-Paradoxon (2016) im Detail dargelegt habe, ist das jedoch nicht der Fall.“ (…)

„Bei schwulen Männern ist eine gleichgeschlechtliche erotische Neigung in der Regel von klein an vorhanden und somit angeboren. Diese homoerotische Veranlagung kann, wie z. B. der Fall Peter und Antonia Tschaikowsky exemplarisch gezeigt hat, nicht aberzogen und somit auch nicht an Hetero-Männer weitergegeben werden – eine Verführung zum Homo-Life Style ist daher kaum möglich.

Auf Grundlage dieses gesicherten biologischen Faktenwissens können homosexuelle Menschen vor Diskriminierung und Verfolgung geschützt werden: Sie sind so veranlagt und haben sich das nicht ausgesucht. Daher müssen sie genauso geachtet und respektiert werden wie die heteronormale Mehrheit – Toleranz bezüglich aller sexueller Neigungen sollte in jeder Demokratie eine Selbstverständlichkeit sein.“

http://www.huffingtonpost.de/ulrich-kutschera/homosexuelle-diskriminierung-schutz_b_10629036.html

Kommentar GB:

„Toleranz bezüglich aller sexueller Neigungen..“ ? Diese Position ist m. E. nicht haltbar, weil es durchaus sexuelle Neigungen gibt, die nicht tolerabel sind: Pädophilie z. B. ist sogar ein Straftatbestand. Daher ist der Ausdruck „aller“ hier unhaltbar und falsch.

Im übrigen ist der Begriff „Homophobie“ irreführend. Niemand dürfte eine Angststörung (Phobie) vor Homoerotikern haben, etwa so wie sie in den Witzspalten Frauen vor Mäusen oder Spinnen nachgesagt wird, sondern es handelt sich bei dem, was hier damit gemeint ist, um eine intolerente Ablehnung, die aber nichts mit einer Phobie zu tun hat. Und eine solche intolerante Ablehnung sollte grundsätzlich  in Toleranz überführt werden.

Wenn es hier überhaupt phobische Reaktionen gibt, dann vermutlich am ehesten solche von Schwulen gegenüber heteronormalen Frauen, oder von Lesben gegenüber heteronormalen Männern: eine Heteronormalitäts-Phobie sozusagen, die dann projiziert wird, so daß die Heteronormalen als die Phobiker erscheinen, die die Homoerotiker mutmaßlich selbst sind.

Ergänzend hierzu:

http://www.huffingtonpost.de/ulrich-kutschera/genderkindereien-in-erotikschule_b_10629094.html