Die Frau, die 26.000 Pfund für Handtaschen braucht

„Christina Estrada war mal wer. Wer genau, weiß kaum noch jemand, aber sie benötigt viel Luxus. Bei der Scheidung will sie 200 Millionen Pfund von ihrem Ex-Mann. Ihren Bedarf kann sie gut begründen.“

„Die vielleicht teuerste Scheidung Großbritanniens überraschte letzte Woche die Öffentlichkeit mit vielen (Krokodils-)Tränen, vergossen im High Court von London, und mit Details des Lebensstils der frisch geschiedenen Ehefrau Christina Estrada.

Bevor wir zu diesen Details kommen, müssen wir vermutlich doch erklären, wer Christina Estrada ist. Sie ist beziehungsweise war ein Supermodel. „Daily Mail“ nennt sie ein Pirelli-Model. Ob Pirelli-Model das Gleiche ist wie Supermodel, liegt vermutlich im Auge des Lesers. Sagen wir es neutral: Christina Estrada war ein Model. Das Schlimme an diesem Satz ist das Präteritum. Sie war.

Der Hinweis aufs Präteritums ist jetzt keine Häme, sondern Sinnbild für das Drama. Dieses Drama wohnt ja eigentlich allem inne, was seine Faszination auf etwas baut, das unumkehrbar vergänglich ist. Schönheit ist so eine vergängliche Sache. Sie ist verknüpft mit etwas, das von allein kommt und von allein geht – Hand in Hand mit der Jugend. Es ist darum das meist traurige Schicksal aller Models, dass das Ende ihrer Jugend das Ende ihrer Schönheit und ein bisschen auch das Ende ihres Seins bedeutet. Denn jedes Model ist die längste Zeit seines Lebens eben Model gewesen. Sie war.“ (…)

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