Medienspiegel

Kognitive Dissonanz in Presse und Politik

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„Merkel macht sich ihre Welt, wie sie ihr gefällt“

„Fehlentscheidungen zuzugeben, fällt Angela Merkel schwer. Und der Presse fällt es schwer, falsche Einschätzungen einzugestehen. Stattdessen wird die Realität schöngeredet und Protest diffamiert.“

„Was tut man mit einer Politik und Presselandschaft, die überwiegend außerstande ist, die Realität nüchtern einzuschätzen und sie stattdessen schönredet? Angela Merkel hat es wieder geschafft. Sie hat ihr „Wir schaffen das!“ wiederholt. Sie hat von Krieg gegen den islamistischen Terror gesprochen, aber ihre Entscheidungen vom letzten Sommer nicht bereut oder wenigstens relativiert. Sie hat keine eigenen Fehler eingeräumt, sondern lediglich betont, dass die Lage schwierig sei und man alles tun werde, um der Probleme Herr zu werden.

Der Höhepunkt der jüngsten inhaltlosen Pressekonferenz unserer Bundeskanzlerin war die kritische Frage eines mutigen Journalisten. Er hatte sich Merkels sogenannten 9-Punkte-Katalog angeschaut und festgestellt, dass diese neun Punkte alten Forderungen entsprechen, die andere Politiker schon seit vielen Monaten an die Bundeskanzlerin herangetragen hätten. Sei das Merkels Führungsverantwortung, dass sie bis zu elf Monate brauche, um die Forderungen dieser Politiker umzusetzen? – fragte der Journalist die Kanzlerin. Und schließlich die entscheidende Frage: „Was muss passieren, damit Sie […] einem Neustart der Politik in Deutschland und in Europa nicht mehr im Wege stehen?“ Doch Merkel ging nicht darauf ein. Sie wiederholte nur ihre alten Phrasen und betonte sinngemäß, dass man Personal zur Sicherheit aufstocken werde und die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen werde.“ (…)

http://www.freiewelt.net/reportage/merkel-macht-sich-ihre-welt-wie-sie-ihr-gefaellt-10067926/