Medienspiegel

Merkel und die ARD weiter auf dem Kalten-Kriegspfad, der in den heißen führen könnte.

Dazu als Stimme der Vernunft: Erhard Eppler

„Wer als Deutscher über Russland und seine Menschen redet, auch über seine Politiker, seinen Präsidenten, muss im Gedächtnis haben, was heute vor 75 Jahren begann. Dann wird jede verletzende Arroganz verfliegen und sich das Bedürfnis regen, wenigstens einen Bruchteil des Horrors wiedergutzumachen.“ Das sagte Erhard Eppler am 22.6.2016 in einer Rede zum 75. Jahrestag des Krieges gegen die Sowjetunion. Er hat damit ein notwendiges Gegengewicht gegen die faktische und propagandistische Aufrüstung formuliert. Albrecht Müller.

„Wir empfehlen die Lektüre dieser Rede quasi als Kommentar zu den Reden der Bundeskanzlerin, des SPD-Fraktionsvorsitzenden Oppermann und des Grünen Fraktionsvorsitzenden heute im Deutschen Bundestag zum NATO-Gipfel in Warschau. Merkel versprach die dauerhafte Stationierung von Truppen in Polen und den baltischen Staaten und weitere Rüstung und Erhöhung der Rüstungsausgaben. Gleichzeitig soll der Dialog mit Russland versucht werden. Siehe Bericht zum Beispiel hier und hier uns hier.

Die dauerhafte Stationierung soll abschrecken. Dies ist ein Rückfall in die Fünfzigerjahre. Wir hatten uns danach in einem langen Prozess und endend mit dem Abbau der Konfrontation in Europa auf Gemeinsame Sicherheit in Europa verständigt. USA und NATO wollen das nicht. Frau Merkel folgt wie immer deren Linie. So werden wir weiter um den Erfolg und die Ernte der Entspannungspolitik betrogen.

Die möglichen Folgen dieser Politik für die innere Entwicklung in Russland werden nicht bedacht. Es tritt jetzt nämlich das Gegenteil dessen ein, was frühere, auf Verständigung setzende deutsche Regierungen mit der Parole „Wandel durch Annäherung“ versucht haben, und womit sie Erfolg hatten. Die neue Konfrontation ist ein Nährboden für die Wiederbelebung des russischen Nationalismus. Es ist damit eine Hypothek für alles, was nach Putin kommen kann. Darauf weist auch Erhard Eppler hin.“ (…)

http://www.nachdenkseiten.de/?p=34128#more-34128

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