Medienspiegel

Moscheebau in Athen erregt die Gemüter

Veröffentlicht

von Markus Bernath, Athen

„Seit dem Ende der osmanischen Herrschaft gibt es in Athen keine Moscheen mehr – oder höchstens im Untergrund. Nun wurde ein Bau bewilligt.“

„Eine Moschee ist eine Affäre in Griechenland, ein politisches wie ein theologisches Problem, eine historische Belastung nach 400 Jahren osmanischer Herrschaft – so gross, dass Athen eine der wenigen Hauptstädte Europas ist, in der es bis heute kein offizielles, staatlich genehmigtes Gebetshaus für Muslime gibt. Dabei besteht im Prinzip ein parteiübergreifender Konsens. Von den Konservativen der Nea Dimokratia bis zu den Kommunisten der KKE unterstützen alle, mit Ausnahme der Faschisten, die Idee einer Moschee an der Iera Odos.

Platz für 350 Gläubige soll die geplante Moschee bieten, ein Minarett wird sie nicht haben. Eine Million Euro Baukosten sind veranschlagt, die Bauunternehmen sind schon vor drei Jahren ausgewählt worden. «Die Griechen haben ein Riesenthema daraus gemacht», klagt Javied Aslam, der Vorsitzende einer pakistanischen Gemeinschaft in Athen. Er bezeichnet die Moschee ihrer kleinen Ausmasse wegen als «Scherz».“ (…)

http://www.nzz.ch/international/europa/spektakulaerer-prozess-in-graz-oesterreichs-youtube-jihadist-verurteilt-ld.105843