Medienspiegel

Von befreiender Wirkung

Vor 175 Jahren erschien aus der Feder von Ludwig Feuerbach die epochemachende Schrift »Das Wesen des Christentums«. Die materialistische Religionskritik ist noch immer aktuell.

Von Martin Hundt
„Im Juni 1841 erschien in Leipzig das Hauptwerk des Philosophen Ludwig Feuerbach, das eine Wirkung wie nur wenige Bücher hatte. Denn es vereinigte in sich zwei damals aktuelle, in ihrem tiefsten Wesen oppositionelle Zeitströmungen: die stark aufstrebende naturwissenschaftliche Aufklärung und die philosophische Religionskritik.Alexander von Humboldt hielt seit 1827 in Berlin vielbesuchte Vorlesungen über seinen »Kosmos« (in Buchform erst ab 1845 erschienen), stark beachtet und diskutiert wurden in der Vormärzzeit naturwissenschaftlich-populäre, aufklärerische und also im Wesen gegen religiöse Dogmen gerichtete Schriften Ludwig Büchners, David Friedrich Strauß’, Karl Vogts, Hermann Burmeisters, Hermann Lotzes, Karl Snells und anderer. Vor allem aber bewegte der »Zersetzungsprozess der Hegelschen Schule« (Engels) die Gemüter. Aus ihm war mit Strauß’ »Leben Jesu« (1835) ab etwa 1838 die junghegelianische Bewegung hervorgegangen, die mit der Zeitschrift Hallische (später: Deutsche) Jahrbücher über ein wirksames Organ verfügte. In diese aufgeregte, geradezu diskussionswütige Zeit fiel Feuerbachs Buch.“ (…)

https://www.jungewelt.de/2016/07-02/143.php

Kommentar GB:

Die Religionskritik ist der Anfang aller Kritik, weil sich durch sie der Übergang vom religiösen Irrationalismus zum Rationalismus vollzieht. Ging es im 19. Jahrhundert noch um Christentum und die Kirchen beider großen Konfessionen, so geht es heute entsprechend um den Islam, der mit sehr langem Atem dabei ist, seine irrationale politreligiöse Herrschaftsideologie in Europa und weltweit zur Dominanz zu bringen.

Das ist ein extrem reaktionäres Vorhaben, das perspektivisch auf einen islamischen Totalitarismus hinausläuft. Wer dieses Vorhaben ermöglicht, begünstigt oder fördert, der ist verantwortlich dafür, daß sich diese antidemokratische und antiemanzipatorische Tendenz durch Tausende kleiner Zugeständnisse immer mehr selbst verstärkt. Daher ist, wer für Islamophilie eintritt, objektiv ein Rechtsradikaler, und zwar eines in Europa neuen, islamischen Typs. Das gilt allererst für die islamischen Verbandsvertreter, aber keineswegs nur für sie.

Eine islamfaschistische Gesellschaftsordnung zieht herauf, bereits seit 1970, in zehntausend kleinen Schritten und in einem Zeitraum mehrerer Jahrzehnte, und die Islamophilen und Dhimmis befördern dies. Unwissenheit, falsche Toleranz, Naivität und Appeasement-Politik, und sicherlich auch Korruption  begünstigen den Prozeß.

Ohne die Überwindung des Irrationalismus kann die Vernunft ihre Aufgabe nicht übernehmen. Es handelt sich zwar nur um eine notwendige, nicht um eine hinreichende Bedingung für eine vernünftige gesellschaftliche Praxis. Aber die reale Möglichkeit einer vernünftigen Praxis – im umfassenden Sinne – ist die Bedingung der Möglichkeit einer konstruktiven gesellschaftlichen Entwicklung zum Besseren hin. Was in dieser Hinsicht jetzt aber konkret droht, daß ist die Unterjochung der Rationalität durch die nunmehr islamische Irrationalität.

Und diese Barbarei muß unbedingt verhindert werden. Darum geht es.

Monheim vertagt Moscheepläne

Amnesty International